Ich gebe zu ich bin zeitschriften süchtig. meist habe ich die sucht unter kontrolle. oder ich befriedige sie mit pädagogisch wertvollen heften wie lodown, phase 2, brand 1, havard business manager oder auch mal die neue energien. dinge die mich weiterbringen halt. ja das sind keine echten zeitschriften, publikationen die mensch von der steuer absetzten könnte zählen nicht, ich weiß.  also sagen wir ich bin magazin süchtig. da ich bis zur geburt von püppi eine wochenendbeziehung führte und auch auf die arbeit pendeln musste, sammelten sich regelmäßig stapelweise altpapier auf meinem schreibtisch. seid püppi da ist, kaufe ich tageszeitungen wenn ich dazu komme, zeitschriften hab ich keine null mehr gekauft. letzte woche entdeckte ich dann die mum im sau teure aber schöne kindermöbel laden meines vertrauens. ich dachte noch „oh super die kauf ich und schreib drüber“ aber gluecklichscheitern war schneller.
gestern unternahm ich dann trotzdem einen zweiten anlauf und zog loß um die moderne mutter käuflich zu erwerben. ich stolperte stattdessen aber über die
„Brigitte MOM das magazin mit starken nerven“ die mit 2,80 in der praktischen handtaschenausgabe auch irgendwie besser in mein Budget passte. (es gibt das ganze auch für etwas mehr geld in a4 find ich aber unpraktischer)
was ich gut fand:
*noch en artikel übers nicht perfekt sein müssen, (geht irgendwie unter in all den wunderschönen und entspannt lächelnden superschlank mamas mit job). trotzdem das kann mensch nicht oft genug betonen.
*das gewinnspiel, beautycases hah, hier wird eine haushaltshilfe für ein jahr verlost (nein, das hat nichts mit sklavenhaltung zu tun, das ist ein job, der wird bezahlt, und die sozialbeiträge hoffentlich auch.)
*der beitrag über die affäre. ja ich mag beziehungen in denen die regeln verhandelt werden, aber ich mag auch sichtbarmachen von gelebten regelbrüchen.
*“na dann fallt über mich her“: großartig, da hat eine mutter ihre kinder im auto gelassen, und die sind blöderweise aufgewacht. haha. ich mag soviel ehrlichkeit, und finds theoretisch garnicht so schlimm.
was ich nicht gut fand:
*die mama-job-modestrecke kostet alles zusammengerechnet ungefähr soviel wie die krippenbeiträge für ein ganzes jahr. nein ich möchte einfach keine 800 euro für einen mantel ausgeben. wenn ich  mir die frischmamas in meiner umgebung so angucke, ist keine bereit, das was beim wiedereinstiegs halbtagsjob nach abzug der kinderbetreuungskosten überbleibt eins zu eins in ein kleid zu inverstieren.
*die models sind keine models (gut) sondern echte menschen, und trotzdem weiß (eine ausnahme) und schlank sogar mit babybauch. schade… aber vermutlich zielgruppengerecht
*der physiker, der in der rubrik „mann hilf doch auch mal mit“ über seinen wirklich spannenden beruf erzählt, hilft der mutter, die fragt kein bisschen. fazit. teilchenbeschleuniger-wärter ist so ähnlich wie eltern sein.
*so ausgeschlafen wie das beautymodel für das „verschlafene gesicht weg zauber“makeup sah ich das letzte mal mit 8 jahren aus, arg, frauenzeitschrift halt

was mit noch aufgefallen ist:
* ich will jetzt urlaub im pferdewagen machen, kann aber kein französich.
* viele von den nützlichen dingen im heft habe ich schon. (liste folgt bestimmt mal)
* das stillcover babyburka zu nennen find ich unangebracht, aber lustig
* es gibt nochmehr moderne elternbücher.
*das leben als mutter wird anders.

alles in allem eine frauenzeitschrift mit mamacontent gut zum bahnfahren, wenn das kind schläft.

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