gerade habe ich mir eine blogroll zugelegt. auch wenn ich studien bedingt von all den funktionen weiß, die ein blog so mit sich bringt, bin ich zu faul das dann in der praxis auszuprobieren. aber naja es geht voran. tags kommen vielleicht auch noch. irgendwann. jetzt können alle die zuerst bei mir landen (unwahrscheinlich) auch noch bei den anderen müttern landen die ich so lese…
networking mum statt working mum

gestern habe ich im xy eine werdende mutter getroffen die ziemlich verzweifelt vor dem regal mit babysachen stand. und alles mal in die hand nahm, und wieder weg hing und so ratlos aussah wie ich in ihrer situation damals. irgendwann hab ich sie gefragt, ob ich ihr helfen könne und sie hat mit großen augen gefragt: „brauch ich das alles??“. ich nur so „neee“. das gespräch dauerte dann was länger…
neben der erkenntnis, dass die gängigen internetlisten was man mindestens braucht fürs baby, meistens nicht lange vorhalten (sechs bodys hahaha), dachte ich mir: was es braucht wäre ein netzwerk für eltern. eins im netz, das nicht so grässlich ist wie die vorhandenen (ja ich finds furchtbar in den foren und gemeinschaften und ich will kein facebook) aber vor allem eins im echten leben.
klar haben die meisten von uns freund*innen (ich nicht in meiner nähe leider) die vielleicht sogar eltern sind. oder frau lernt menschen kennen bei den kursen die mensch so macht weil macht mensch halt (scheiß satz hör auf).  aber ich bin so schlecht im leute ansprechen… gaaaanz schlecht. und ich hab schon ein mittleres selbst vertrauen, wie gehts denn dann den menschen, die keins haben? ich seh hier überall mamas, die alleine kinderwagen schieben. und ratlos gucken im xy, und  alleine sind und nicht wissen, wen könnten sie fragen und nicht wissen was, tun den ganzen tag.
hier gibt es so ein mütterzentrum, da könnte mensch hingehen. aber jedesmal wenn ich da bin, ist sonst keine da. nur die ein euro jobberinnen, und die sind seltsam drauf, meistens. außerdem arbeiten die da und suchen dementsprechend keinen kontakt.
als ich in der schule war, gab es so patenschaften, da haben dann die großen, die kleinen neuen rum geführt und ihnen alles erklärt und wenn mensch mal nicht weiter wusste, konnte mensch da hin und fragen. das war cool. sowas wünsche ich mir für eltern. weil manche sachen will ich vielleicht gar nicht meine freundin fragen, oder die mutter deren kind schon alles kann… ca. zwanzig prozent der mütter die ich hier kennengelernt habe, wohnen noch nicht sehr lange hier, beinahe alle eltern, die ich schon vorher kannte, haben fernbeziehungen geführt bis das kind kam. so wie ich auch. das angebot in dieser stadt ist schon gut, es gibt ein wellcome projekt, die sind super, aber haben zu wenig ehrenamtliche. und es gibt begrüßungsgespräche vom jugendamt, nicht so kontrollmäßig sondern mit richtig guten tipps für eltern. und angeboten und listen. und die die bei mir war, wohnt im gleichen viertel und hatte großartige hinweise für spielplätze und so.
und es gibt stillcafes/müttercafes/elterncafes wo wir wieder bei der problematik des ansprechens wären. zudem sind da nur „fertige“ mütter, im sinne von „das kind ist schon da“ nicht im sinne von „am ende“… das hätte also der frau aus dem xy auch nicht geholfen. und mir auch nicht…

eigentlich sollte das hier ein enthusiastischer beitrag darüber werden wie nett das ist mit jemandem zu reden, der in der gleichen situation ist wie ich vor ein paar monaten. und wie cool wenn mensch da rum klugscheißen kann. (ohne so nervige du musst aber…, wollt ich auch nicht hören) und das ich mir das für mehr  mütterväteronkeltantenwasweißich wünsche, weil es hilft person a weil sie vielleicht eine lösung finde und person b weil das gut fürs selbstbewusstsein ist. aber wie bringe ich mich und mehr schwangere/jungmütter/altmütter/großmütter und die entsprechenden vätererscheinungsformen zusammen?

erwähnte ich, das networking mal mein job war? absurd wie wenig tatkraft/mut davon übrigbleibt und wieviel „es könnte aber“

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