kaum zu glauben, aber es war nochmal so richtig sommer. und ich habs sowas von genossen. ich lag im park, im garten, in den grünanlagen und auf dem  balkon. meine highlights aber: einmal weser, einmal nordseeanhängsel. püppi auf dem schrägen rasen war zu süß. sie ist immer rum gekugelt, weil sie das mit der steigung nicht so raus hatte. und der strand war noch besser. ihre erste begegnung mit einer sandkiste. sie war unglaublich skeptisch, als mein vater ihre hand eingebuddelt hat. aber dann hat sie mir unglaublicher energie den sand druchflügt und sah nach kürzester zeit aus, als hätte sie einen hausbrand überlebt. der gewählte platz war recht nah zu einer feuerstelle und es lag doch mehr holzkohle im sand als wir vermutet haben…

ja ich hatte ein tolles wochenende, das dann leider recht abrupt zu einem weniger tollen wochenende mutierte, als mein vater montag ganz früh ins krankenhaus verschwand. scheint nix lebensbedrohliches zu sein, er kam am gleichen tag noch wieder  aber der gute mann hat in den letzten jahren zuviel zeit im krankenhaus verbracht und wir mit ihm dort. das hat mich kurzfristig zurück geworfen und die grübelei angestellt. weil mein papa ist noch keine 50, mein beziehung/der püppivater (jemand brauchbare vorschläge für ne bezeichnung?) ist ende dreißig (oh, wenn er das liest: er geht auch noch als mitte dreißig durch) und beide arbeiten zu viel. viel zu viel. meine mutter auch. auch wenn ihnen die arbeit wahnsinnig viel spaß macht, mach ich mir sorgen, weil das führt doch irgendwann zu dauerhafter erschöpfung. und ich möchte gerne noch viel zeit mit ihnen verbringen, möglichst gesund bitte, wenn das möglich wäre. ich egoistisches wesen. und ich weiß, das ich auch dazu neige viel zu arbeiten, aber ich neige eben auch zu hedonismus, der geht meist mit einer gewissen muße einher. uns im moment bin ich ja eh in elternzeit, also nix lohnarbeit, dafür unbezahlte überstunden… auf jedenfall stellt sich mir in solchen situationen wie am montag wieder öfter die frage: wie wollen wir eigentlich leben? wie wichtig sind uns arbeit, familienzeit, wohnumstände? wie wichtig sind freunde, familie fern und nah, und andere zusammenhänge? was, wenn alles nicht so glatt läuft? wie viele tage am strand können/wollen wir uns leisten? sollten das nicht ein paar mehr sein? wie war das noch mal mit dem linken weltbild? her mit dem schönen leben und so… naja nächstes wochenende hat mein papa geburtstag also fahren wir wieder hin. zeit für noch einen tag am strand…*

*ja es wird kalt sein, ja er muss freitag samstag arbeiten und ich auch, aber trotzdem. mehr zeit für familienaktivitäten. für frühstücksgelage usw.

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