zurück in elternzeit – gestern habe ich erfolgreich den letzten fitzel lohnarbeit erledigt, der für diesen studiendurchgang noch zu tun war. gut fühlt sich das an. ich war auch nicht soo schlecht. trotz leidlicher vorbereitung und zu spät kommen waren alle ganz entspannt und freundlich. merke: komplizierte software erklärt sich viel besser in kleingruppen und mit beamer. diesen zu benutzten weigere ich mich ja bei großen gruppen. da gibts dann ein schritt für schritt tutorial auf papier. aber das gestern hat richtig spaß gemacht, weil genug zeit blieb über die anwendungen in der realität bzw. im planspiel zu sprechen.

jetzt bin ich also wieder ganz in elternzeit und habe keine ausrede mehr mich um was anderes als um meine abschlussarbeit zu kümmern. naja, und um das kind. auch aufregend. leider bin ich nicht so zielstrebig wenns um meine uni geht. aber das krieg ich auch noch hin. nach meinem ursprünglichen zeitplan bleiben mir noch sieben wochen um meine arbeit fertig zu stellen. äh nee eher nicht.

ich muss meinen arbeitgeberinnen status dringend ausbauen und eine*n babysitter finden! schnell schnell. die zeit drängt.

vorgestern habe ich erstmal praktische solidarität geübt und gemeinsam mit einer freundin (?) auf das kind einer bekannten aufgepasst, die schon wieder selbstständig arbeitet aber gerade keine tagesmutter hat. wieso bloß löst das immer so große verwunderung aus, wenn ich anderen müttern vorschlage, dass sie ihre kinder auch mal ein paar stunden bei mir lassen können. ich muss doch eh auf püppi aufpassen und selbst wenn nicht, ist das so ungewöhnlich? ich glaub ich bin da mal wieder durch meine scheinbar ungewöhnliche kindheit beeinflusst: wer kann hilft! klassenkamerad*innen kindergartenfreund*innen nachbarkinder, hingen alle bei uns rum. zum teil weil meine mama mit deren eltern eine vereinbarung hatte aber häufig auch, weils bei uns nett war. genauso war ich auch viel bei anderen auch als ich noch ganz klein war. sogar in der unschönen wohnblock bebaung in de rich die ersten jahre in meiner heimatstadt verbrachte konnte mensch kurz und spontan die kinder bei den nachbar*innen lassen wenn mensch mal für ne stunde weg musste.

mein kind freut sich wie bolle wenn andere kinder zu besuch sind. und die kombination zwei elter und drei kinder kann ich (kurzfristig) voll empfehlen.

gelernt habe ich dabei:

ich bin so froh, dass ich keine zwillinge habe! ein kind in der tragehilfe und eins im buggy war echt ganz schön anstrengend. vor allem weil der wagen nicht meiner war, und sich bescheiden lenkt.

ich brauche eine von diesen tragehilfen mit polster am gurt. püppi ist zu schwer für ihren meitai und es verutscht immer alles weil sie rumhampelt. das war kein problem als sie noch kleiner war aber jetzt stell ich mich einfach zu blöd an um den so zu binden das nix drückt… (ja konsum konsum) muss mal bei den anderen müttern fragen ob sie mich das mal probieren lassen so einen tag. bevor ich viel geld ausgebe für eine trage die rumliegt…

suche nachhilfe in gernderstudies und critical whiteness! offline-lesetipps für einsteigerinnen irgendwer? beides hat mich irgendwie die letzte woche nach langer zeit mal wieder beschäftigt und, außer den brocken die man in der linken „szene“ so nebenbei aufschnappt, habe ich mich noch nicht tiefergehend mit den materien auseinandergesetzt. würde ich aber gerne. auch wenn ich eine abschlussarbeit zu schreiben habe, soviel zeit muss sein!

 

nachtrag: auch ich bin gestern in die keine babysitter aber arbeit falle getappt. meine mama hat sich für den abend freigenommen um püppi zu hüten. eine kurze zeitspanne hat ein alter freund überbrückt, der püppi zu meiner mama geschoben hat. wie toll. ich bin ganz stolz auf mein kind das diesen relativ fremden schnell akzeptiert hat, auf mich, weil ich ihn einfach gefragt habe und so dankbar das er aufgepasst hat. püppi war ganz traurig als er weggegangen ist meinte meine mama…

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