ich bekomme ja immer noch so nen babynewsletter in dem dann steht, was püppi in der jeweiligen woche (mittlerweile monat) können sollte und ein haufen  bekloppter tipps. ich weiß nicht warum ich das ding nicht längst abbestellt habe, vermutlich weil ich das irgendwie lustig fand, zu sehen was püppi noch nicht kann. naja im letzten stand dann, dass es jetzt mal zeit wäre meinem kind benehmen bei zu bringen

Nun ist die Zeit gekommen, in der Sie Ihrem Baby klar machen können, was gutes und was schlechtes Benehmen ist. Wenn es den Hund ins Ohr zwickt oder sich Sand in den Mund steckt, dann tut es das aus Neugierde. Statt immer wieder „Nein“ zu sagen, zeigen Sie ihm, wie es den Hund streicheln kann oder lenken Sie es von dem Sand in seiner Hand (der sich in Richtung Mund bewegt) ab. Ihr Baby versteht mehr als Sie glauben. Verwenden Sie also einfache Sätze wie „der arme Hund“, um es wissen zu lassen, dass Sie möchten, dass es bestimmte Dinge sein lässt. (Quelle: babycenter newsletter 11monate)

alternativen aufzeigeübn find ich ja gut. aber wenn das schon steht, das ihr baby mehr versteht als ich glaube, warum muss dann dem kind sagen das mir der hund leid tut? ich glaube, dass versteckte ansagen, die interpretiert werden müssen, in einer eltern kind beziehung völlig fehl am platz sind. wie soll das kind denn lernen seinen willen (ja ich finde, dass kinder ein recht darauf haben, etwas zu wollen, und eltern auch) auszudrücken, wenn ich ihm*ihr nicht sage, was ich von ihr*ihm will? mit allgemeinen aussagen und weisheiten kann ein kind in püppis alter gar nichts anfangen, außer das sie lernt, dass ihre mutter nicht sagt was sie will, und sie raten muss was ich meinen könnte. mein favorit hierbei ist immer „das ist kein spielzeug“ das stimmt schlicht und ergreifend nicht, alles ist ein spielzeug. mein lieblingsfamilienpsychologe jesper juul beschreibt in das kompetente kind die persönliche sprache. basierend auf den fomulierungen ich will (nicht), ich mag (nicht), ich will (nicht) haben lassen sich die meisten botschaften zwischen menschen vermitteln ohne dass irgendwer raten muss, was das gegenüber eigentlich gerade will. (okay ich fühle/denke fehlt und es ist stark verkürzt, wenn ich zeit hab schreib ich mal ne buchbesprechung)

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