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ich hatte gestern eine diskussion mit der tagesmutter von der ich gehofft habe, sie nie führen zu müssen. einer der hauptgründe das wir püppi zu frau e. bringen war, das sie beim kennenlernen sehr kompetent und vertrauenserweckend ihre idee von gutem essen präsentiert hat. also gemüse vom regionalen bauern, fleisch vom metzger nicht aus derplastikschale usw. und eben frisch, kindgerecht, tütensuppen frei

naja, die realität sieht ein bisschen anders aus, leider: außer püppi sind ja noch drei andere kinder bei frau e. zwei davon besuchen tagsüber den kindergarten und kommen erst mittags. frau e hat von beginn an erzählt, dass die schwierige esser sind, und sie deshalb das richtige/gemüsige essen macht und serviert, bevor sie die großen abholt. j. der 2 1/2 jährige ist nähmlich eigentlich alles. und püppi mitlerweile auch. das läuft auch gut, daran habe ich nie gezweifelt. mein problem ist eher, was es zum zweiten mittagessen gibt. frau e. fragt die großen regelmäßig, was sie denn essen wollen, und die antwort lautet immer : pommes, nürnberger, fischstäbchen, nudeln mit ketchup…

und weil alles im moment schwierig ist mit den beiden gibts das in letzter zeite auch immer öfter. püppi und j. sind dann auch da und essen auch was. frau e. gibt den beiden zwar erst joghurt und obstglässchen aber am ende bekommen sie meistens eben auch noch junkfood. am schlimmsten finde ich die „smileys“. das sind so kartoffelgesichter mit ungefähr eine millionen sachen die im essen nichts verloren haben. einmal gabs sowas wohl auch aus hähnchen. iiiihhhhh! damals hab ich dann ziemlich deutlich gesagt, das ich nicht will das püppi pressfleisch aus der tiefkühlung ist. gestern aber hab ich mich nach langem hin undher dazu durchgerungen, frau e. nochmal zu sagen, dass ich es bedenklich finde wenn meine 15 monate alte tochter montag pommes dienstag fischstäbchen usw. zu essen bekommt, auch wenn es nur ein bisschen ist. püppi darf bei mir auch mal pommes mitessen, oder eis oder keks. aber dauerhaft ist das für mich keine lösung. ich mag junkfood, aber zugegeben meist die version, in dem alles was in der friteuse landet vorher frisches gemüse war… ich weiß, das kinder auch groß werden, wenn sie sich von junkfood ernähren. abe rich persönlich mag das meiste von dem kram deshalb schon nicht, weil ich vegetariern bin. und weil ich in einer familie aufgewachsen bin, in der es außer backofenpommes und ravioli einmal im jahr als wir schon älter waren, sowas einfach nicht gab. versteht mich nicht falsch, ich bin ja schin froh, das frau es küche tüttensuppen freie zone ist. trotzdem finde ich es befremdlich den impulsen von vier und fünfjährigen nach zu gehen. ich finde auch, dass die beiden ja auch etwas essen sollten. aber ich finde nicht, dass das um jeden preis geschehen muss.ich finde nicht, dass mensch irgendwen zum essen zwingen sollte. genau genommen halte ich das sogar für gefährlich. aber: mit vier und fünf sind die beiden zwar alt genug um zu bestimmen, was sie nicht essen, aber die verantortung dafür, was es zu mittag gibt, liegt, meiner meinung nach, noch in erwachsenen hand. wenn kind a sagt es ist keine rindfleischsuppe und nach piratentütensuppe verlangt, scheint pommes eine gute alternative, aber langfristig ist sie das einfach nicht… (finde ich, kann mensch anders sehen, ist mir klar)

ich habe die tagesmutter mit meiner frage nach junkfood ganz schön verunsichert, ich wollte ihr nicht sagen das sie was „falsch“ macht, allgemein versuchen wir ihr möglichst wenig rein zu quatschen, weil ich finde bei ihr gelten auch ihre regeln. ich wollte nur mal nach gefragt haben, weil mir das kopfzerbrechen bereitet hat. sie hat dann ganz verschreckt reagiert, mir gezeigt das sie schon das gemüse für den auflauf vorgeschnitten hat und mir gestern alles aufgeschrieben was püppi gegessen hat. verdammt, ich hatte geahnt das sie so reagiert. eine ähnliche situation hatten wir schon, als es um fruchtjoghurt ging. ich finde nicht das kinder völlig zuckerfrei ernährt werden müssen, aber ich finde eben auch nicht, dass püppi anfangen muss fruchtjoghurt mit 10%+ zucker zu essen, wenn sie daheim naturjoghurt löffelt. daraufhin gab es erstmal keine fruchtzw*rg* mehr, für alle. j ist jetzt auch joghurt blank und alle gemeinsam obstglässchen…ich hab immer das gefühl die übermutter zu sein, weil es den anderen eltern wurscht ist. und das meine ansprüche eben so biobewusstakademikermäßig zu hoch sind.

sagt mal stell ich mich an?

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