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ich müsste ja so langsam mal mein studium abschließen und mir einen job suchen.

einer in unerer familie arbeitet schon. der mann nämlich und zwar viel. mit reise zeit und zu hause emails-checken abends und am wochenende mit kunden kommunizieren und so kommen immer 60 häufig auch mehr stunden in der woche zusammen. ein bis zweimal in der woche steht er morgens um fünf auf und fährt zum flughafen, wenn wir glück haben, ist er am selben tag um zehn wieder zuhause manchmal aber auch nicht. neulich hat sich ein kunde beschwert weil der mann in seinen urlaub eine telefonkonferenz geleitet hat und im hintergrund das kind zu hören war. unproffesionell sowas. die anderen menschen in der firma sindalle älter und haben schon erwachsenen kinder um die sich dann auch die frau gekümmert hat, der chef hat mich als wir uns kennen gelernt haben mit den worten begrüßt er wäre ja dankbar, dass ich meinen mann solange arbeiten lassen würde. ich nur so „grrrrr…“ das kind kann schon „arbeiten“ sagen weil das nämlich die antwort auf die frage „papa?“ ist, die lautet morgens mittags abends eigentlich immer gleich. hab ich hier mal geschrieben das in der letzten stelle vom mann die ansage kam bei dem versuch elternzeit einzureichen könne er sich auch gleich einen neuen job suchen. hat er gemacht und trotzdem keine elternzeit eingereicht (aber immerhin 8 wochen urlaub genommen), aber in der neuen stelle sollte es eigentlich besser werden. wurde es nicht und an elternzeit ist auch bei einem eventuellen zweiten kind nicht zu denken. da der mann nicht in drei jobs als reinigungskraft ,sondern im vertrieb mit personalverantwortung arbeitet, springt zumindest finanziell soviel raus, dass wir uns sonst ein angenehmes leben machen können. aber ist das nun der „erfolg“? was ist n karriere überhaupt für eine komische kategorie wenn am ende nix als geld überbleibt und du flexibel bist und leistungsstark und dein arbeitgeber aber nicht? letzte woche ist ein ehemaliger kollege vom mann an einem herzinfarkt gestorben, gerade 10 jahre älter als der mann, mit kindern im schulpflichtigen alter. schon der zweite in einem jahr. was zu sagen bleibt: warum dann eigentlich das alles?

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