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vorsicht es folgt einseitiges gemecker:

das kind ist bei der tagesmutter, das war hier und hier schon mal thema, vielleicht auch schon woanders. ich bin im moment nur so semiglücklich mit der tagesmuttersituation, das hat verschiedene gründe:

1. ich bin eifersüchtig, püppi weint wenn ich sie abhole will nicht von e. arm runter und schickt mich weg. das ist für mich manchmal anstrengend häufig endet es in geschrei auf püppis seite und ruppigem umgangston bei mir. seid ich nicht mehr diskutiere ist es einfacher geworden und manchmal geht püppi auch einfach mit.

2. die tagesmutter ist keine große unterstützung in diesen situationen. vielmehr vermittelt sie den eindruck, püppi vor mir beschützen zu müssen. das ist ein scheiß spiel, macht keinen spaß und mein versuch da mit ihr drüber zu reden ist einfach gescheitert. weil

3. die tagesmutter mich nicht ernst nimmt und jeden versuch, themen die mir wichtig sind anzusprechen, persönlich nimmt. und das so raushängen lässt, dass ich mich am ende schlecht fühle. und dagegen argumentiert. so das ich am ende auch nicht weiß wie ich da noch gegen ankommen soll. ich hab immer das gefühl das sie für sich so eine ganz eigene kompetenz ausmacht und das ich als elternteil da ja eh nicht gegen an kann weil sie ja schließlich 25 jahre älter ist als ich. professionell ist iregndwie anders.

4. sich immer mehr herauskristalisiert, dass die tagesmutter den weg des geringsten widerstands geht. also selbstbild und realität sind einfach nicht deckungsgleich. aber selbstreflektion ist sowas von nicht angesagt. also ehrlich garnicht. sie hat kein problem damit mir zu erzählen dass sie auf xy achtet und zwei minuten später genau das gegenteil zu tun. ohne es zu sehen. und regeln die ich als ihre regeln verstanden habe, gelten offensichtlich nur bei mir. oder für mich. die anderen eltern und deren kinder machen das so wie sie lustig sind und die tagesmutter sagt nix. also jetzt eher so bei den weichen faktoren aber trotzdem…

5. diese sprache macht mich wahnsinnig, wenn ich nochmal „eigentlich“ höre schrei ich oder auch „das weißt du“ also genau genommen „eigentlich machen wir das nicht, und das weißt du“ was will sie damit bloß sagen? oder auch „mäuschen schatz krümelchen vieles widerspricht einfach so meiner idee von kinderansprache, klarer kommunikation, nicht raten müssen wen oder was andere jetzt meinen.

6. das kinderzimmer wird mit püppis zunehmenden bewegungsdrang immer enger. meist rennen die kinder im flur der ist groß hat aber keine fenster. außerdem gibt es soviel spielzeug im raum und alles ist aus plastik….

7. ich weiß nicht wie ich das schreiben soll aber ich hatte schon mehrfach situationen wo wir beinahe in streit gerate wären weil sie alltagsrassistische dinge von sich gegeben hat. ich weiß dass ich da selber aufhol bedarf habe aber gahhh… ich pendel da immer zwischen sagen dass das rassistisch war (oder ich das so empfinde) und nicht belehren wollen… von zuschreibungen was  geschlechterrollen angeht gar nicht zu sprechen. da bin ich dann häufig auch ratlos, und der große junge tut mir leid weil sein und püppis verhalten so unterschiedlich gerwertet wird, und zwa rnicht weil sei ein jahr auseinander sind sondern weil sie unterschiedliche geschlechtsteile haben…

so und ich weiß: jeder_r ist anders und geht anders mit kindern um.

und ich weiß dass ich zuviele bücher lese und dass ich nicht erwarten kann, dass alle anderen das auch tun. schongarnicht wenn sie zehn stunden am tag auf kleine kinder aufpassen (nagut meistens nicht, der große wird jetzt immer früher geholt) und das viele ideen die ich so hab nicht allgemeingültig sind. ich fürchte das da eben häufig auch der klassismus aus mir spricht.

hier noch die guten dinge:

die tagesmutter ist super herzlich, püppi liebt sie sehr, sie ist zugewandt und unterstützt die tageskinder auf ihre weise in ihrer entwicklung.

die athmosphäre ist familiär, das gefällt püppi gut, es gibt ruhephasen und da nur drei kinder da sind ist der betreuungsschlüssel auch okay. (es gibt ein neues kind ein baby das notfallmäßig einen platz brauchte und das wirkt auch ganz zufrieden, mit sieben monaten)

schlimmer als den geringsten widerstand suchen finde ich ja auf teufel komm raus regeln durchdrücken. das macht sie nicht die kinder müssen nicht essen oder schlafen oder mitmachen. jedes kind darf seinen rhythmus bestimmen. nur aufräumen das ist pflicht.

die tagesmutter nimmt die kinder viel in den arm, aber nur wenn die das wollen. auf sowas achtet sie sehr genau, also auch auf die körpersprache der kinder.

die tagesmutter hat kontakt zu verschiedenen kitas in der umgebung und sorgt dafür dass wir da mit zum artinszug können. und versucht ab und zu mit den tageskinder die krippenkinde rzu besuchen. und bemüht sich zum beispiel gerade einen garten zu finden den sie mit den kindern nutzen kann.

es gibt einen hund den püppi abgöttisch liebt.

sie fragt auch immer nach was zu hause so läuft, ob etwas schwierig ist und versucht das verhalten der kinder nachzuvollziehen.

die meisten dinge die mich ärgern werde ich vermutlich auch mit erzieher_innen ind der krippe erleben. und ich glaube beim besten willen nicht, dass es die bessere möglichkeit wäre püppi zuhhause zu betreuen. püppi geht gerne zur tagesmutter. sie ist eine wichtige bezugsperson aus diesem grund haben wir ja auch einen krippenplatz abgelehnt.

ich glaube das es im moment vorallem püppis bedürfniss entspricht, eine feste bezugsperson in der betreung zu behalten. manchmal wünsche ich mir das die tagesmutter eine großpflegestelle aufmacht in der sie all ihre menschliche kompetenz mit der beruflichen/professionellen kompetenz einer_s gelernten erzieher_in kombinieren könnte…  und ich muss mich daran  errinnern das anders auch okay ist. und träume weiterhin…

 

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