der folgende artikel ist im konzept schon fast ein jahr alt und nicht ganz fertig geworden, ich hab da einige von rumliegen und spuck die jetzt nach und nach aus. so wie sie sind.

ich und der austronautins vater leben in einer heterosexuellen ehe. also in dem konstrukt das viele immer noch als das „normale“ familienidyll beschreiben. tatsächlich ist es aber nur eine lebensweisen von vielen. als ich noch in meiner wg gewohnt habe, kannte ich menschen mit allen möglichen lebensentwürfen und beziehungsformen. und in den kulturwissenschaften kommt mensch ja so oder so nicht an einer menge genderstudies vorbei und an einigen menschen die dieses theoretische wissen praktisch umsetzten. in diesem umfeld bin ich mit ehe, eher klassischen rollenverteilung und kind eher so die ausnahme, und werde (zu recht) kritisiert. das annehmen von für mich zugänglicher normen bedeutet eben auch immer, sie als norm zu bestätigen. leider habe ich mit den meisten meiner freund_innen die von der norm abweichend leben und lieben wenig bis keinen kontakt mehr. ich bin darüber für mich traurig und für die astronautin. ich wünsche ihr, das sie die vielfältigkeit die leben haben können kennen lernt, bevor sie eine uni von innen sieht (wenn sie das denn tut).  ich würde ihr gerne vermitteln, dass nur sie bestimmen darf, wie sie mit wem leben möchte, und dass es da mehr als eine oder zwei möglichkeiten gibt, sondern eben soviele wie es menschen. ich wünsche mir, dass sie lernt, menschen in ihren entscheidungen und lebensweisen wahrzunehmen und zu respektieren. blöderweise wird dieser wunsch etwas absurd, im aktuellen punkt meines/unseren lebens. der wunsch, ihr kontakt zu z.B. queer lebenden menschen zu ermöglichen, impliziert ja immer auch genau das dieses „anders sein“ überhaupt da ist. und bestärkt die norm, „also kind wir und deine freund_innen leben so, und dann gibt es da noch… “ willkommen im queer zoo.

im moment fällt mir auch nix dazu ein, schließlich sind queere menschen keine serviceeinrichtung um anderen menschen und ihren kindern mal eben als anschaunungsmaterial zu dienen.

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