auch spannend, den eigenen blog nochmal zu lesen. nachdem ich ein hübsches kompliment zu meinem letzten post bekommen habe, hab ich meinen eigenen blog nochmal gelesen von vorne nach hinten also rückwärts. was auffällt seid diesem eintrag hat sich nicht so richtig was bewegt. die situation in meinem kopf ist gleich geblieben. das kind ist viel größer und viel toller als ich mir je vorstellen konnte, und kommt eigentlich nur am rande vor. die uni ist immer noch nicht fertig. und dem entsprechend auch kein job gefunden.

ich weiß, dass ich mir irgendwie helfen muss und weiß doch nicht wie. diese idee, dass muttersein das ende von allem ist, ist praktisch widerlegt und doch nicht aus meinem kopf zu kriegen. gelähmt sitze ich wie das kaninchen vor der schlange und mit jedem tag der vergeht fühle ich mich schlechter. versagend. ich finde keinen weg daraus. jeder versuch endet im scheitern und das stapelt sich zu einer unüberwindbaren hürde. wenn ich an uni oder arbeit denke wird mir regelmäßig schlecht. ich finde keine perspektive für mich. keinen ansporn. und klaube alle energie die ich unterm sofa finde zusammen um die stunden die die astronautin hier ist nicht trübselig an die wand zu starren.  und denke wie schrecklich muss das sein mit einer orientierungslosen mutter aufzuwachsen, was für ein schlechtes vorbild ich bin. und dass alle anderen alles schaffen und ich nicht mal einen anruf oder eine mail bei menschen die verständniss für ungefähr alles haben und mir bestimmt auch weiterhelfen könnten. und langsam macht es auch keinen sinn mehr, das alles auf die umstände zu schieben. und das obwohl ich ständig nette gespräche führe, viel weg fahre und eigentlich sorgenfrei sein könnte. aber nicht davon lässt sich irgendwie rüber retten in die zeit die ich am tag alleine zu hause bin. die erkenntnis, dass ich seid dem schwangerschaftstest eigentlich nicht mehr richtig funktioniere, drängt sich immer größer auf. aber wie damit umgehen. das bedürfniss einfach wegzugehen ist nicht  mal sonderlich stark. aber da. die angst mit jeder regung in richtung ich-vorher das leben des kindes zu erschweren/zu ruinieren übermächtig. ich wollte keine mutter werden und hab mich überreden lassen. und jetzt, wo es dieses lebendige, wundervolle einzigartige wesen in meinem leben gibt, hört sich das so brutal an. ich wünsche mir, dass ich einen plan finde, der für mich und meine lieben gut ist. aber gerade sehe ich keinen. nur dinge die ganz einfach sein sollten und für mich unendlich schwer sind. und die frage was eigentlich geblieben ist von diesem ich und wie lange die menschen die mag noch mit diesen deprimierten ding zeit verbringen wollen. und das obwohl die sonne draußen scheint.

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