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in der schwangerschaft mit der astronautin war mir schlecht, nicht ein bisschen sonder richtig. von morgens bis abends die ersten monate und random über den tag verteilt bis in den 7. monat. das ging soweit das ich nicht zuhause sein konnte weil menschen 4 stockwerke weiter unten rauchten. ihhhhh. (meine mitbewohner_innen ließen sich held_innenhafterweise darauf ein nicht mehr in der wohnung zu rauchen) mir war auch schwindelig ein fakt den ich bis vor kurzem verdrängt hatte. andauernd hat sich alles um mich gedreht. und als ich nicht mehr kotzen musste und wieder stehen und konnte, hat sich meine symphyse gelockert und ich konnte nicht mehr richtig laufen. und dann hat das kind sich nicht gedreht und wollte auch nicht raus und ich saß alleine in einer stadt in der ich niemanden kannte. wenn andere mir von ihren glücklichen schwangerschaften erzählen kam ich mit immer etwas verarscht vor, oder vielleicht betrogen. wo war den meine schöne schwangerschaft? noch vorletzten sommer sagte ich zu einer freundin aus dem leben vor kind, dass ich lieber sterben wolle, als mich nochmal so elend zu fühlen. und jetzt? bin ich wieder schwanger und kotze. und schwindelig ist mir auch. und lustigerweise habe ich mich gerade wieder an den punkt im studium vorgekämpft an dem ich zu beginn der ersten schwangerschaft auch stand. irgendwas in mir scheint wirklich zu wollen dass ich mein studium nicht schaffe. und was soll ich sagen ich hab angst. ich hab angst, dass das mit dem gekotze nie aufhört. nachdem ich zwischen durch dachte, es würde besser musste ich feststellen es wird nur anders. ich habe in den letzten wochen so sehr abgenommen das mein arzt sagte er würde mich ins krankenhaus einweisen wenn es so weitergehe. seitdem esse ich etwas mehr aber es funktioniert nicht wirklich. ich habe ein schreckliches gewissen, weil die astronautin natürlich auch mitbekommt, dass es mir nicht gut geht und wirklich angst um mich hat. und dann denke ich ein zweites kind jetzt wo das erste gerade aus dem gröbsten raus ist, bin ich den wahnsinnig? wie lange will ich denn noch warten bis ich endlich sinnvoll arbeiten kann. werde ich noch ein jahr stillen, schlaflosigkeit und soziale isolation überleben? schafft meine beziehung das? selbst bei denen dies beim ersten kind noch irgendwie in eine gerechte aufteilung geschafft haben war beim zweiten meistens schluss. noch ein kind bedeutet noch mehr abhängikeit vom mann. ich nehme mir fest vor, dass diesmal alles anders wird. und bin doch manchmal schreckensstarr. vor kurzem war ich so zielstrebig und klar in meinen entscheidungen. zumindest dachte ich das. und jetzt bin ich müde und weiß nicht ist es die frühschwangerschaft, der winter oder eine neue phase innerer dunkelheit? was macht diese depressive stimmung mit dem ungebohreren, was macht das alles mit der astronautin? i’m fucking scared. und doch so voller hoffnung.

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