habe ich in der ersten schwangerschaft, quasi mit dem schwangerschaftstest in der hand, angefangen mir sorgen um einen kitaplatz zu machen, war es diesmal die hebamme die mich beschäftigte. im vorsorgeplaner der krankenkasse, bei der ich mittlerweile versichert bin, hat es die hebammensuche vom 7. monat in die 7. woche geschafft. aus gründen.
nun kommt das neue kind im august auf die welt, ein geburtstermin der vor 4 jahren immer als garant für einen betreuungsplatz gehandelt wurde. ich habe also noch vor dem ersten arzttermin angefangen hebammen anzurufen. ich kenne eine über eine bekannte, die ist leider im entbindungszeitraum im urlaub. gegenüber ist war eine hebammenpraxis, die verbleibende hebamme ist leider auch im urlaub. hebammen 3-5 haben ihre freiberuflichkeit an den nagel gehängt und ich kann sie verstehen. hebamme 6 nun hat zeit, fährt 2 wochen nach dem errechneten geburtstermin in urlaub will mir aber eine vertretung organisieren und macht die vorsorge mit mir. das war mir wichtig weil ich finde zum pinkeln und wiegen muss ich nicht jedesmal in eine arztpraxis laufen und so ne hebamme ist häufig noch mal eine andere unterstützung als ein_ ärzt_in. ich mochte meine letzte hebamme so sehr, sie hat mich immer wieder geerdet und beruhigt wenn die (beschissenen) ärztinnen über mich drüber gebügelt sind. das wird vermutlich mit meinen neuen ärzten nicht passieren, bisher sind die sehr respektvoll und wertschätzend mit mir umgegangen, aber trotzdem. zusätzlich wohnt sie gleich ums eck, so dass ich nicht jedesmal 30 min mit den öffentlichen unterwegs bin um eine vorsorge zu machen, wie das in den verbliebenen hebammenpraxen in anderen stadtteilen der fall gewesen wäre.

die hebammenpraxis gegenüber, die ich beim umzug noch als klaren standortvorteil registrierte, hat leider zum jahreswechsle zugemacht. tatsächlich scheint es mir für kleine praxen immer schwieriger zu werden die kosten für miete und heizung aufzubringen. oder für die hebammen von dem geld das sie gerade noch verdienen zu überleben. aber wem sag ich das…

und nachdem ich meine zusage hatte fragte ich mich dann doch was ist denn mit den schwangeren, die das mit den 7. monat lesen und glauben? das problem der hebammen wird ja nicht kleiner es wird nur regelmäßig verschoben. die aufmerksamkeit dafür hat sich längst verflüchtigt und als ich letzten sommer die anderen eltern in meiner umgebung fragte, ob sie mit zum hebammenprotest kämen, fand sich genau eine die mit wollte. das war ein hübscher und bunter (und ähm naturalistischer haufen) der sich da zusammen fand. mir wär eher nach barrikaden bauen und anzünden gewesen.

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