bildet banden! netzwerken für feministische sorgetragende

haha es ist soweit. wie ich auf twitter mal verkündete und in einem blogpost vor langer zeit (dachte ich. find ich aber nicht) mal erwähnte, wünsche ich mit mehr kontakt zu feministischen sorgetragenden. also einen anlaufpunkt für feministische erziehende und so. und da in zwei wochen ladyfest in heidelberg ist, und ich und eine freundin zu allem entschlossen veranstalten wir dort ein netzwerktreffen für feministische menschen die mit kindern im rhein-neckar-raum leben:

Bildet Banden!

Offenes Netzwerktreffen für feministische Menschen, die mit Kindern leben.

Von Ina und Nora

Dieses informelle Treffen bietet eine Möglichkeit zum ersten Kennenlernen und lockeren Austausch mit anderen feministischen Sorgetragenden aus dem Rhein-Neckar-Gebiet. Ein Ziel des Treffens ist es, eine Vernetzungsmöglichkeit zu schaffen. Wie diese aussehen könnte, entscheiden die Teilnehmenden. (Mailingliste, Facebookgruppe, weitere Treffen…)

 

warum jetzt nochmal?

das leben mit kindern und feminismus sind manchmal eher suboptimal vereinbar: veraltete aber mächtige rollenbilder, rosablaumädchenjungsdings, biologismen an allen ecken, lauter miteltern* und betreuungseinrichtungen die uns sagen, dass das so müsse und überhaupt. manchmal fällt es schwer eins zu finden, der_die unsere erfahrungen teilt und sich für feministsiche politik interessiert.

Ich hab im letzten halben Jahr eine Anfrage über Facebook und eine über diesen Blog bekommen von feministischen Müttern denen das etwas im Alltag fehlt. Mit der einen habe ich mich mal getroffen und es war super nett. Mit der anderen sind wir immer gescheitert bisher beim Termine finden. Seis drum wenn schon zwei den Weg in meine Timeline finden gibts bestimmt noch mehr Eltern* da draußen die Interesse an sowas haben könnten. Und weil ich selbst eher schüchtern bin (ja das glaubt mir wieder keiner) und nur irgendwo hingehe wenn ich mich explizit angesprochen fühle und dann das ladyfest in meiner timeline auftauchte dachte ich jetzt oder nie. und dankenswerterweise kommt noch eine freundin mit und macht mich weniger schüchtern.

 die veranstalltung  ist offen to all gender und richtet sich explizit an alle menschen die mit kindern leben, für sie sorge tragen und sich feministisch verorten. wir bieten kein ausgereiftes theorie workshop konzept an, sondern einen raum für vernetzung und hoffen auf feministische praxis.

also freitag der 11. Juli 2014 um 16 uhr. kommt und erzählt euren freund_innen davon.

in den breidenbach studios (eine anfahrtsbeschreibung gibt es hier)

es gibt eine kinderbetreuung bei der mensch sich vorher anmelden sollte, damit die planen können. ihr könnt aber eure kinder auch einfach mitbringen. 

der raum ist über eine treppe zu erreichen. es gibt wickelmöglichkeiten und eine küche um z.b. essen/flaschen warm zu machen.

 

und auch wenn ihr kein interesse am networken habt wird das ladyfest bestimmt super.

 

 

was mir gut tut

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als ich letztes jahr diesen artikel schrieb, war ich genau das: trostlos. was ich seid dem  gelernt habe ist dass ich mir gutes tun darf. einfach so, nicht als belohnung sondern, weil ich es verdient habe von mir selbst gut behandelt zu werden. weil ich gut bin, wie ich bin. seid dem schreibe ich eine liste, um mich daran zu erinnern, was mir ein gutes selbst gefühl macht. hier ist sie:

mein inneres kind streicheln

drachen steigen lassen

kekse backen

sooft eis essen, wie wir wollen

mit menschen sprechen

in den wald fahren

sonnenschein

gutes leckeres essen

lesen

atmen

sport machen gemacht haben

fahrrad fahren

geliebten menschen sagen, dass ich sie liebe

kuscheln

ruhe

im sand buddeln

von dingen sprechen die ich kann/weiß

gesehen werden

geschichten hören

musik hören

nach hause fahren

meine eltern anrufen

tanzen

rausgehen

laufen, nicht rennen

hinsehen

schneemenschen/tiere bauen

über politik streiten

hüpfen

schlafen

koffeinfreien kaffee mit sojamilch trinken

singen

bloggen

…fortsetzung folgt

und das kind?

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die astronautin

  • ist vor kurzem drei geworden.
  • ist immer noch unter einem meter groß, aber über 15 kilo schwer.
  • hat im letzten jahr ein kuscheltier für sich entdeckt das wirklich überall mithin muss. natürlich das einzige das wir nicht waschen können.
  • malt kopffüßler, aber noch lieber mischt sie ihre neuen fingerfarben und guckt was dabei rauskommt.
  • hat eine lieblingsfarbe. lila und gleich danach orange und pink.
  • steht auf ihren neuen kaufladen.
  • das größte thema sind zur zeit familien: alles gleichförmigein unterschiedlichen größen wird zu einer familie, pinsel, zahnbürsten, küchengeräte, ihre stofftiere usw. und das verwandschaftsverhältniss innerhalb unserer familie wird ständig erfragt.
  • kann bis 12 alle zahlen aufsagen, aber zählt “eins, zwei, viele”.
  • kann endlich richtig gut laufrad fahren.
  • will jeden tag in den park und nie, nie nach hause.
  • badet seid einem halben jahr total gerne und am liebsten mit viel malseife und glitzerschaum.
  • mag lakierte fußnägel haben und kinderschminken.
  • war eine fee an karneval.
  • wollte nix anderes sein, nicht mal astronautin.
  • trägt am liebsten kleider und sucht auch sonst ihre klamotten gern selber aus.
  • lässt sich zöpfe lieber von der tagesmutter machen, die kann das auch besser.
  • hört zum einschlafen hörspiele und schläft immer noch im bett neben uns.
  • isst am liebsten pfannkuchen, klöße, vollkorntoast, brezeln und nudeln und mag kein gemüse, kein obst, keine soße.
  • macht da weinige ausnahmen.
  • aber brie und fleischwurst gehen immer.
  • mag “knackernüsse” (walnüse) und “weiße nüsse” (cashews)
  • sagt zu allem “als ich ein baby war hab ich das gerne gegessen, jetzt nicht mehr”
  • isst immer noch jeden morgen den gleichen brei wie mit einem jahr.
  • ist wahnsinnig höflich.
  • steht auf glitzer und neon.
  • verteidigt ihre spielsachen gegen alle anderen kinder und will garnicht teilen.
  • kümmert sich liebevoll um ihre beiden tagesschwestern, die 1 und 1,5 sind.
  • geht gerne zum kindergottesdienst und -schwimmen. mit papa.
  • singt erfundene lieder und kann den text von erstaunlich vielen kinderliedern
  • spielt gerne verstecken, sagt aber, wo mensch sich vestecken soll und brüllt laut “hier” wenn ich sie suche
  • tanzt immer wenn wir auf den bus warten
  • telefoniert gerne und gut
  • redet von morgens bis abends.
  • hat eine allerbeste freundin.
  • sagt mir 10mal in der stunde, dass sie mich lieb hat und einmal, dass ich weggehen soll.
  • hat das konzept von schuld noch nicht verstanden. “meine schuld, nicht deine!!”
  • fragt ob der papa in belien oder ien ist (berlin oder wien) und ob er heute nach hause kommt.
  • macht musik mit allem, das ihr in die hände kommt.
  • will getragen werden. auf dem arm, nicht auf den schultern.
  • hällt sich, wenn sie müde ist, an meinen haaren fest.
  • weigert sich aufs töpfchen zu gehen oder sonst wie trocken zu werden
  • würde morgens, mittags, abends schokoladeneis essen, und isst nur schokoladenkuchen.
  • mag geschenke.
  • hat zu viel spielzeug.
  • fährt gerne famile und freund besuchen und weiß wo alle wohnen.
  • erzählt allen, dass wir in das neue haus ziehen und wo das ist.
  • ist mit dem blumenhändler von gegenüber befreundet.
  • mag gerne basteln, hat aber wenig geduld.
  • kann auch schon kleine holzperlen auffädeln.
  • verschickt briefe und verlangt nach briefmarken.
  • liebt ihre großeltern.
  • guckt gerne zeichentrick.
  • versteckt sich vor fremden in der bahn, sagt aber dann immer sehr fröhlich “tschüss” oder neuerdings “auf wiedersehen”.
  • räumt nicht mehr so gerne auf, leider.
  • kann mit nem scharfen messer zucchini und pilze schon alleine schneiden.
  • will einen schnuller, obwohl sie den als baby strickt abgelehnt hat.
  • mag hunde, pferde und elefanten.
  • will alles kaufen.
  • freut sich über den wochenmarkt.
  • entschuldigt sich.
  • tröstet andere mit “meinen” worten.
  • weiß ihren nachnamen und behauptet, dass alle die sie lieb hat auch so heißen
  • kann auf einem bein stehen.
  • “zählt” alle vogelnester an unserer bahnstrecke.
  • will unbedingt skateboard fahren lernen.
  • steht bei papa vorne auf dem skateboard.
  • hat ein ansteckendes gluckerndes lachen.
  • ist unglaublich, wunderbar, toll.
  • und schon soooo “großgewachsen”.

achterbahn

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heute morgen war ein brief im briefkasten. mit einer zusage für einen kindergartenplatz. nicht in unserem wunschkindergarten. aber immerhin ein kindergartenplatz im gleichen viertel. das ist noch nicht ganz das ende einer 2 jährigen nerverei.

die stadt hat ende vorletztes jahres ein neues system für eine zentrale anmeldung gestartet. kurz nachdem ich uns in 27 kindergärten vorgemerkt hatte. die idee ist gut, jedes kind kann einen erst und zwei alternativwünsche angeben. die anmeldung läuft zentral über einen meldestelle, die den bedarf dann in einer datenbank erfasst und an die einrichtungen weiterleitet. so wird verhindert, dass einige kinder (wie wir vorher) auf dutzenden wartelisten stehen und keiner so genau weiß, wieviele plätze eigentlich benötigt werden. der nachteil ist, dass die plätze nicht zentral vergeben werden, es am ende also doch nicht so richtig transparent ist, welche einrichtung nach welchem schlüssel kinder aufnimmt. und (das war vorher auch so), dass die einrichtungen kein absagen verschicken. letztes jahr waren wir in diesem system gemeldet für diesen februar, weil das kind ja nun mal da drei wurde. und haben einfach garnix gehört. ich hab dann nachdem andere zusagen bekamen, selber bei allen wunscheinrichtungen angerufen. und erstmal gehört, dass sie jetzt erstmal die anmeldung für die kinder bearbeiten, die zum beginn des kindergartenjahres im september einen platz suchen. ich solle mich im sommer wieder melden. das tat ich nur damit ich dann hören konnte, dass wir keinen platz bekommen haben, überraschend.  mein anruf bei der meldestelle ergab dann, dass ich doch bitte alle infrage kommenden kindergärten in freier trägerschaft anrufen solle, so um umkreis von 3-5 kilometern (das waren letztendlich 35), und wenn die mir alle sagen, dass die auch keine plätze mehr frei haben, solle ich mich wieder melden.  da hab ich mich damals schon mal aufgeregt. bis ich damit fertig war, (ich habe ja auch noch was anderes zu tun) vergingen wieder einige wochen. als ich mich dann wieder bei der stadt meldete hieß es, ich sei ja ganz schön spät dran. von der gleichen stelle die mich vorher aufgefordert hatte mich doch selber drum zu kümmern und zwar mit nicht ganz unerheblichen aufwand. ich frag mich, wieviele eltern genau wie ich dutzende gespräche mit genervten kindergartenleitungen geführt haben (die mir immer wieder rieten einen sitzstreik im büro der vergabestelle zu machen bis die mir einen platz organisiert haben). und ob es nicht einfacher wäre nach ende der vergabe (also ende april/mitte mai) alle restplätze in einer datenbank zu sammeln. die stadt bot mir dann noch  mal einen regelöffnungsplatz an, der von 8-12 uhr und von 14-16 uhr geht. wir beschlossen, dass die astronautin erst mal weiter zur tagesmutter gehen würde. und wir einen neuen versuch im neuen (also diesem jahr) starten würden. als klar war, dass und wohin wir umziehen, gingen wir erneut auf die suche nach kindergartenplätzen.

da wo wir bald wohnen gibt es zwei kindergärten mit ganztagsangebot, einen in kirchlicher trägerschaft und einen von der stadt. im nachbarviertel gibts noch mehr aber da liegt eine ausfallstrasse und bald noch ne straßenbahntrasse im weg. das einzugsgebiet ist gemischt, im neuen viertel gibt es viele einfamilienhäuser, genossenschaftswohnungen aber auch andere mehr-einheiten-häuser.

der eine ist quasi die straße runter. er ist evangelisch und in die örtliche gemeinde eingebunden. es gibt drei gruppen zu 20 kindern. jede gruppe hat einen gruppenraum mit kaufladen, konstruktionsecke und spieltischen, zusätzlich je einen ruheraum und einen bastelraum. es gibt mittagessen das vor ort gekocht wird. es gibt einen computerarbeitsplatz an dem die kinder begleitet technisches wissen sammeln können. es gibt extra mädchen-technik-empowerment. es gibt ein ganz neues labor. einen tag die woche gehen die kinder in den wald. es gibt sport-, koch-, sprach-, musik- und entspannungsangebote an denen die kinder teilnehmen können, wenn sie wollen. die erzieher_innen haben eine fortbildung in gendersensibilität und einige haben schon eine fortbildung zu rassismus besucht. es war der erste kindergarten in dem die überhaupt wussten, wovon ich spreche, als ich danach fragte. das aussengelände ist schön, es gibt schatten und genug platz. es wird versucht die eltern möglichst gut einzubinden. ich war begeistert und nach der erfahrung im letzten jahr sogar bereit einen platz bis 14 uhr zu nehmen wenn kein anderer frei wäre.

die städtischen kinderhäuser haben alle ein offenes konzept mit bezugserzieher_innen, tiefkühlessen aus wien (why??) und oft auch personalmangel gemeinsam. das infrage kommende ist noch eins der schöneren, aber willkommen haben wir uns nicht gefühlt, angucken ging erstmal garnicht. und dann nur mit unmut.

dem kind hat glaube ich der kindergarten im nachbarstadtteil am besten gefallen, auch ein kirchlicher, sie wurde gleich von einem anderen kind an die hand genommen und ich musste am ende ein schreiendes kind raustragen, dass sich ein stunde lang nahtlos in den kiga alltag eingefügt hatte. dieser kindergarten liegt leider nicht so ganz um die ecke, was wenn sie mal was älter schwierig ist, weil sie da definitv nicht alleine hin kann bevor sie 7 oder älter ist um freund_innen zu besuchen.

am tag der zusage fürs neue haus rannte ich zur stadt um meine kindergartenanmeldungen zu machen. ich saß persönlich daneben als die änderungen im computer eingegeben wurden, weil letztes jahr unsere krippenanmeldung verloren gegangen ist (das hab ich oben voll vergessen ja, das ich irgendetwas ans jugendamt schicke bedeutet nicht, dass das auch da ankommt wo es hin soll). und ich hab eine kopie der meldung an den kindergarten ums eck geschickt, weil die keine eigenen anmeldeformulare mehr haben und die das mit den verlorenen anmeldungen auch schon kennen.

gestern also der brief in der post  mit der zusagen für den platz im städtischen kinderhaus. ich war nicht so super begeistert aber ein platz ist besser als kein platz. da wir diesen als drittwunsch angegeben hatten, dachte ich ich ruf zumindest mal beim erstwunsch an um zu fragen, ob die ihre zusagen schon verschickt haben (ihr erinnert euch, keine absagen). die leiterin war sehr freundlich, sagte mir dann aber, dass sie mich erstens nicht im system finden könne und zweitens meine anmeldungskopie nicht bei ihren unterlagen sei. was ja sehr schade sei, weil sie  gerade die zusagen verschicken wolle und ich ja nun nicht dabei sei. ich dachte echt ich werd nicht mehr. und hab tatsächlich auch sowas gesagt wie “ich glaub ich heul gleich” weil: ich will das mein kind da hingeht und mir noch vor zwei wochen dachte ich sollte nochmal anrufen und dann aber auch dachte ich sollte ihnen nicht auf die nerven fallen, ich hab ja alles gemacht wie empfohlen. und ich wollte aber endlich auch mal kriegen was ich will, verdammt, einmal sollte das glatt gehen und nicht wieder so ne blöde zweit oder dritt lösung. aaaaahhhhhh!!!!

die leiterin war nochmal sehr hilfreich und hat gesagt ich soll nochmal alle daten per mail schicken damit sie die auf jedenfall hat (dabei stellte sich dann auch gleich raus das die mailadresse auf der kigahomepage falsch angegeben ist) und wenn ein kind seinen platz  nicht wahrnimmt  würde sie mir den auf jedenfall geben. ich hab anschließend beim meldebüro angerufen um zu fragen ob die wüssten, was da schiefgelaufen sein könnte, und bekam nur als antwort, dass das nicht sein könne, sie hätten mich im system und der kindergarten solle halt nochmal nachsehen. (auf die idee dass eine neue datenbank manchmal nicht so funktioniert wie mensch sich das wünscht kamen die da irgendwie nicht) wenn sie mich dann immernoch nicht finden können, solle sich der kindergarten nochmal melden. ich hab das dann so zurück gemeldet und die leiterin hat nochmal nach geburtsdatum, nach nachname, nach namen vom vater usw. gesucht und nix gefunden. ich war einem weinkrampf nahe. ich habe damit gerechnet absagen zu kriegen, das hätte mich traurig gestimmt aber nicht so aufgeregt wie diesen blöde, “wir haben leider keinen platz für sie weil irgendeinetechniknichtfunkioniert, ihrbriefnichtankommt, wirdasvermasselthaben” das kann ich nicht mehr hören. auch wenn wir ja einen platz hatten, ich wollte doch den platz.

als ich kurz darauf mit meinem vater telefonierte und mich darüber ausließ wie schlecht die welt doch ist, rief die leitung des erstwunschkindergartens noch mal an: wundersamerweise sind wir plötzlich in der datenbank aufgetaucht (ich glaub ihr nach wie vor, das sie uns vorher nicht sehen konnte). sie gibt mir jetzt außer der reihe einen platz, von einem kind das wegzieht. der war eigentlich für ein halbtagskind gedacht, und dessen eltern wollen ihn jetzt doch nicht. und das beste: der platz ist nicht ab september, sondern ab juni/juli. und sie hat angst was da noch so kommt, weil sie ja nun nicht weiß woran das lag, dass sie mich nicht sehen konnte, und bei wievielen kindern das wohl noch so war/ist. ich bin auf jeden fall sehr glücklich, dass das endlich geklärt ist. und stelle fest das es sich zu lohnen scheint auch dann freundlich zu sein wenn mensch sehr aufgebracht ist. WIR HABEN EINEN KINDERGARTENPLATZ! endlich, endlich, endlich unser happy end.

die astronautin ist übrigens sehr glücklich, sie wird andauernd gefragt ob sie denn schon in den kindergarten geht. und sie antwortet mittlerweile schon selbst ” nein die haben keinen platz für mich” ich hab ja zwischendrin schon darüber nachgedacht ein video von ihr zu machen, wenn sie anfängt zu weinen, wenn wir einen kindergarten, den wir besichtige haben, wieder verlassen, weil sie dann echt brüllt: “ich will hier bleiben! ich will auch in den kindergarten” und das ganze an die statdverwaltung und irgendwelche lokal und privatsender und die nido zu schicken. ging ja nun auch so. juhu

was hat mich bloß so ruiniert?

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erwähnte ich schon das wir umziehen? nein? kein wunder von all den artikeln die in meinem kopf entstehen schafft es auch kaum einer (eher keiner) hierher. aber jetzt: wir ziehen um! nach ein einhalb jahren suche haben wir eine neue unterkunft gefunden. es war ein auf und ab, wir haben gestritten und gebockt. klar war, hier bleiben ist eher suboptimal. wir wohnen zur zeit ein paar meter von der fußgängerzone entfernt. das hat vorteile, wie einen wochenmarkt vor der tür. und alle geschäfte im umkreis von 600 metern. ja sogar ein baumarkt. und sieben minuten zum hbf. und imbisse, kneipen, restaurants… alles was das herz begehrt. und leben auf der straße. aber es hat auch nachteile. ich hab in der nachbarschaft keine richtigen kontakte geknüpft. wir grüßen uns aber es wurden keine freundschaften daraus. unsere tagesmutter ist in einem anderen stadtteil. es ist laut, vor unserem haus ist eine gerade strecke an einigen cafes vorbei und in den wärmeren monaten wird diese von quasi jedem_r sportwagen- oder überhaupt nur auto-besitzer_in als cruising-, nachts auch gerne mal als rennstrecke genutzt. zugekokste männer prügeln sich zwischen den häusern und brüllen rum. im sommer wird es unerträglich heiß, frischluftzufuhr ist nicht. innenstadt eben.  mir ist das egal, ich mag es hier, aber der mann fühlt sich schon länger nicht so richtig wohl. er kann nicht schlafen wenn laut und das ist es hier halt immer. und mich nervt das zwischen läden wohnen langsam richtig, am wochenende kann mensch echt nirgendwo hingehen, so voll ist es mit menschen die shoppen wollen.
wohin aber ziehen? in das neue und laute in-viertel, in dem es aber auch eng und stickig ist und die mieten hoch weil alle jungen hippen menschen dort wohnen wollen. und in dem kindergartenleiterinnen mir sagten, dass sie eigentlich nur kinder nehmen, die türkisch sprechen weil eh alle türkisch reden, auch die erzieherinnen? in das viertel auf der anderen seite vom neckar in dem die armut und gentrifizierung um sich greift? um im zweifelsfall einer familie günstigen wohnraum wegzuschnappen, die ihn dringender braucht als wir? in das nachbarvierte, das schon durchgentrifiziert ist und in dem dann aber immer menschen ohne kinder mit zwei riesengehältern um die wohnungen konkurieren. nach süden dahin wos bürgerlicher sauberer und viel viel stiller ist? an den stadtrand? das problem in dieser stadt: es gibt viele menschen wie uns, viele viele jobs, viele menschen mit geld. und es gibt wenig wohnraum der für junge familien attraktiv ist. die familien-menschen die ich hier so kennengelernt habe, sind fast alle aufs land gezogen. weil sie wie wir monatelang gesucht und nichts gefunden haben. wir machen jetzt sowas ähnliches: wir ziehen an den stadtrand. in ein reihenhaus mit garten. altbau und vier zimmer und an einem kleineren marktplatz. mein herz weint, ich habe geweint. wir haben gestritten ich habe geschrien, wir ziehen da trotzdem hin. mir ist das unheimlich, ich mag die lauten und dreckigen innenstadtlagen auch so sehr, weil ich nicht die lauteste und unordentlichste von allen bin. ich hab zwei einhalb jahre an ner straßenbahnkurve gewohnt, die zudem noch der treffpunkt im szeneviertel war, mich stört lärm nicht, ich hab nur furchtbare angst welche zu verursachen. nun muss ich hoffen das unsere greisen zukünftigen nachbarn schwerhörig sind. und sonst: das kind ist ganztags außerhaus da ist so ein garten plötzlich sehr verlockend. in zwei jahren gibt es auch dort eine straßenbahn und die großstädter_innen unter euch werden lachen: ich brauch mit dem bus der vor der tür abfährt 25 minuten in die innenstadt. und zu fuß 5 minuten in den wald. es gibt ein jugendzentrum, zwei abenteuerspielplätze und zwei sportvereine. eine aktive evangelische gemeinde (das ist mir egal, aber der mann und das kind stehen auf christentum) und ach was weiß ich. die bürgerlichkeit hat gesiegt. am ende bringt es mir auch nix im hippen innenstadtbezirk zu wohnen, wenn ich den anderen bewohner_innen wahlweise zu sehr oder zu wenig spießig bin. ich werde auch nicht hipper, nur weil ich in ner holzdielenaltbauwohnung wohne, oder im inviertel. mal davon abgesehen, dass es genau eine wohnung gab, die wir hätten bekommen können in zwei jahren, die war extra schick, aber mit 160 qm völlig überdimensioniert. das neue haus ist 30 qm meter kleiner als unsere wohnung hier und ich bin froh darüber. mal sehen wie ich mich so mache als vorstadtbewohnerin. vielleicht mach ich ja nen koch- und backblog auf? oder ich kaufe so nen schicken kranz für die haustür?

vom aussortieren

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stark verkürzt aber ein anfang. über meine versuche zumindest den offensichtlichsten (alltags)rassismus aus den medien meines kindes zu entfernen:

das kind ist krank, also nur ein bisschen, aber genug um zuhause zu bleiben. und sie will hörspiele hören. hörspiele sind der letzte schrei hier. seid die astronautin zu weihnachten einen koffer voll mit hörspielkasetten vom großen cousin  bekommen hat will sie ständig benjamin blümchen und anderes hören.

an sich finde ich das schön. ich bilde mir ein, dass hörspiele hören besser ist als fernsehen. und ich höre bis heute gerne und ausgiebig hörbücher und -spiele.
am liebsten hört sie “benjamin blümchen und der weihnachtsmann”. das ist ähm seltsam aber erstmal unproblematisch. ich bin ganz froh, dass sie immer die gleichen kasetten hören wollte. so kannte ich die drei ausgewählten geschichten gleich gut und war mir relativ sicher, dass da zumindest nicht die ganz große scheiße zwischen ist.

einige der kasetten konnte ich schon dem namen nach aussortieren. pippi langstrumpf zum beispiel. ja, ich fand pippi auch toll als kind und dachte lang dass sie ja ne super mädchenfigur ist. die rassismus in kinderbüchern debatte hat dann aber doch noch dazu geführt, dass ich mir die metageschichte mal angeguckt habe und die gehört nicht zu den dingen die ich meiner tochter über die welt vermitteln möchte. genauso fliegen automatisch alle benjamin oder bibi in (beliebiges “exotisches” land) raus, ich kann mir schon denken was dabei raus kommt. oder jene wo schon rassistische fremdbezeichnungen im titel sind. was danach übrig bleibt wird gemeinsam gehört (argg, ich hasse diesen elefanten). und heute morgen schleppte meine tochter dann eine kasette aus meiner kindheit an: ich und klara und der papagei pippo. schwer zu hören, unerträgliche stimme, die das vorliest. die geschichten sind naja eher antiquiert, aber dem kind hats gefallen. und dann drehen wir die kasette um und was passiert: die kinder kommen plötzlich auf die idee, den jungen gelb zu färben, damit er an karneval als “chinese” verkleidet gehen kann. ich nur so “wtf?”. ich hab dann mal vorgespult. und war bei  der obligatorischen zweiten runde schon vorgewarnt. die kasette landet dann wohl auch auf dem obersten regalbrett (ich weiß, der müll wäre ein besserer ort).

aber jetzt und schon tausendmal davor stellt sich mir die frage, wie erkläre ich einem fast dreiährigen kind, dass wir/mensch uns/sich nicht als andere ethnien verkleiden (werden/sollten)? warum ich das nicht cool finde und nicht will, dass sie sowas hört? kann ich ihr dinge, die sie geschenkt bekommen hat, einfach wegnehmen? wie redet ihr mit euren kindern über rassismus und gegebenefalls über das weiß-sein? ist das alles vergeblich weil spätestens im kindergarten elterliche zensur nicht mehr funktioniert? gibts ein buch wie “rassismus sensible erziehung von kleinkindern”? oder kurse? übertreibe ich? kommentare sind echt sehr willkommen, ich bin verunsichert.

trostlos

auch spannend, den eigenen blog nochmal zu lesen. nachdem ich ein hübsches kompliment zu meinem letzten post bekommen habe, hab ich meinen eigenen blog nochmal gelesen von vorne nach hinten also rückwärts. was auffällt seid diesem eintrag hat sich nicht so richtig was bewegt. die situation in meinem kopf ist gleich geblieben. das kind ist viel größer und viel toller als ich mir je vorstellen konnte, und kommt eigentlich nur am rande vor. die uni ist immer noch nicht fertig. und dem entsprechend auch kein job gefunden.

ich weiß, dass ich mir irgendwie helfen muss und weiß doch nicht wie. diese idee, dass muttersein das ende von allem ist, ist praktisch widerlegt und doch nicht aus meinem kopf zu kriegen. gelähmt sitze ich wie das kaninchen vor der schlange und mit jedem tag der vergeht fühle ich mich schlechter. versagend. ich finde keinen weg daraus. jeder versuch endet im scheitern und das stapelt sich zu einer unüberwindbaren hürde. wenn ich an uni oder arbeit denke wird mir regelmäßig schlecht. ich finde keine perspektive für mich. keinen ansporn. und klaube alle energie die ich unterm sofa finde zusammen um die stunden die die astronautin hier ist nicht trübselig an die wand zu starren.  und denke wie schrecklich muss das sein mit einer orientierungslosen mutter aufzuwachsen, was für ein schlechtes vorbild ich bin. und dass alle anderen alles schaffen und ich nicht mal einen anruf oder eine mail bei menschen die verständniss für ungefähr alles haben und mir bestimmt auch weiterhelfen könnten. und langsam macht es auch keinen sinn mehr, das alles auf die umstände zu schieben. und das obwohl ich ständig nette gespräche führe, viel weg fahre und eigentlich sorgenfrei sein könnte. aber nicht davon lässt sich irgendwie rüber retten in die zeit die ich am tag alleine zu hause bin. die erkenntnis, dass ich seid dem schwangerschaftstest eigentlich nicht mehr richtig funktioniere, drängt sich immer größer auf. aber wie damit umgehen. das bedürfniss einfach wegzugehen ist nicht  mal sonderlich stark. aber da. die angst mit jeder regung in richtung ich-vorher das leben des kindes zu erschweren/zu ruinieren übermächtig. ich wollte keine mutter werden und hab mich überreden lassen. und jetzt, wo es dieses lebendige, wundervolle einzigartige wesen in meinem leben gibt, hört sich das so brutal an. ich wünsche mir, dass ich einen plan finde, der für mich und meine lieben gut ist. aber gerade sehe ich keinen. nur dinge die ganz einfach sein sollten und für mich unendlich schwer sind. und die frage was eigentlich geblieben ist von diesem ich und wie lange die menschen die mag noch mit diesen deprimierten ding zeit verbringen wollen. und das obwohl die sonne draußen scheint.

ich kann…

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ich kann sprechen und schweigen,

ich kann schnell denken und schlaue fragen stellen

ich kann stundenlang zuhören oder die ganze runde einen abend lang unterhalten

ich kann deutsch, englisch und ein bisschen spanisch und ich verstehe erstaunlich viel französisch dafür das ich das nicht kann.

ich kann schnell tippen, und wenn ich will sogar großschreiben und kommata setzten

ich einen perfekten liedstrich ziehen und auf 12 cm absätzen laufen

ich kann klamotten kombinieren und dir sagen, was dich leuchten lässt.

ich kann die perfekten schuhe für dich finden.

ich kann ganz gut zeichnen und dinge graphisch darstellen und skripte auf anweisung illustrieren

ich kann photoshop, illustrator und indesign bedienen

und ms office und ähnliche programme und wind_pro kann ich auch

darüber kann ich sogar tutorials schreiben und kurse geben, wenn mensch mir zwei monate zeit gibt kann ich das auch zu jedem anderen programm für endverbraucher

ich kann anleitungen schreiben und anleitungen lesen und verstehen

ich kann ein bisschen physik und genug mathe um das bisschen physik zu verstehen

und ich kann das ziemlich gut erklären, für leute die meinen das nicht zu können

ich kann teilnehmende beobachtung, und exposes schreiben und leitfadeninterviews führen

ich kann ganz gut transkribieren, aber weiß nicht wie mensch das schreibt

ich kann bibliotheks- und online-recherche, quellenarbeit und dokumentation

ich kann forschungsdesigns beim mittagessen schreiben (für andere)

ich kann ideen in eine ordnung bringen und dinge strukurieren

ich kann onlinefragebögen designen

ich kann konzerte organisieren

ich kann eine pa aufbauen

ich kann für 50 leute kochen

ich kann pressemitteilungen schreiben  und interviews geben

ich kann messestände betreuen und bei der planung helfen

ich kann nett aussehen und kaffee bringen

ich kann mit von 30 menschen über einen abend merken was sie trinken

ich kann böse gucken und an der tür stehen

ich kann menschen rausschmeißen und dabei nicht lachen

ich kann 12 stunden stehen und bierkästen tragen (das lieber nicht auf 12 cm absätzen)

ich kann offsetdrucken, aber nur auf einer maschine

ich kann kampagnen planen

ich kann werbeslogans erfinden

ich kann theater spielen

ich kann auf einem drahtseil laufen

ich kann demos organisieren und durchführen

ich kann artikel schreiben und kommentare und reportagen

ich kann machen, was mir gesagt wird

ich kann meine eigenen entscheidungen treffen

ich kann sehr laut schreien

ich kann machen, das alle mir zuhören

ich kann vorträge halten

ich kann moderieren

ich kann diskutieren

ich kann projektmanagement

ich kann sehr schnell, sehr viel lernen

ich kann argumentationstheorie

ich kann jeden tag 10 ideen haben, wie alles besser wäre

ich kann mit messer und gabel essen

ich kann löcher bohren und löten und eine kreissäge bedienen

ich kann häkeln und meine nähmaschine bedienen

ich kann schaltpläne lesen (okay ich bin ein bisschen aus der übung)

ich kann 50 lieder, die für kinder geeignet sind, singen

ich kann vier akorde auf dem bass und drei auf der ukulele

ich kann langsam skateboard fahren

ich kann noten lesen

ich kann siebdrucken

ich kann plakate und flyer entwerfen

ich kann zusammenhänge erkennen

ich kann empathisch sein

ich kann völlig unempathisch sein

ich kann menschen einschätzen

ich kann rat geben

ich kann schwanger werden

ich kann stillen (konnte ich zumindest ich glaube, ich kann das auch  nochmal)

ich kann internet

ich kann überzeugen

ich kann für etwas eintreten

ich kann wahnsinnig gut meckern und leidlich gut konstruktive kritik äußern

ich kann kritik gut vertragen und ernst nehmen und umsetzten

ich kann noch viel mehr aber mich gerade nicht errinern

und vor allem kann ich gerade nichts tun, um einen zugang zu all diesen dingen zu finden und irgendwie vom fleck zu kommen.

und ich kann vergessen, was ich alles kann und mich völlig nutzlos fühlen.

die sache mit dem unsichtbar sein

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als ich diesen blog angefangen habe, war ich gerade ein paar monate mutter. und ich fand es total abgefahren, wie sich das auf mein leben ausgewirkt hat. also, dass in der öffentlichkeit alle nur noch das baby gesehen haben (unser nachbar nannte mich mal trageroboter) und dass gleichzeitig von mit erwartet wurde jetzt doch bitte nicht die ganze zeit nur vom kind und muttersein zu sprechen, das sei schließlich langweilig und ich hätte ja abseits davon auch noch ein spannendes leben. und die agressionen die mir entgegen schlugen, weil ich öffentlich mutter sein wollte, also z.b. mit dem kind im cafe rumhängen. und ich dachte an artikel wie diese hier:die unsichtbare mutter in denen es genau darum geht, dass auf der arbeit das muttersein nicht sichtbar sein darf, weil das unprofessionell wäre, (so gelesen wird) oder an das hier über versteckte mütter bei den fuckermothers. und an dieses rückzug ins private ding, nämlich das sich das leben/sorgen/arbeiten jetzt erst mal auch im privaten abspielt und dass die tätigkeiten die damit zusammenhängen abgewertet werden, weil langweilig und anspruchslos und frauenkram. und was passiert wenn das im internet wieder sichtbar wird.
kurz ich beschäftigte  mich mit dem schock, plötzlich unsichtbar zu sein. was mich da noch nicht beschäftigt hat, war die tatsache, dass ich mich ja vorher durchaus als sichtbar wahrgenommen habe. dass also der (vorrübergehende) verlust eines privilegs mich überrascht hat (naja nicht wirklich, ich wusste ja was auf mich zukommt). ich habe nicht daran gedacht, dass es menschen gibt, die ständig unsichtbar gemacht werden. die meistens nicht mitgemeint sind. nicht nur in einer phase ihres lebens, sondern immer/meistens/überwiegend/häufig/zu oft. heute ist mir der name des blogs tatsächlich manchmal peinlich, weil ich eben doch die meisten privilegien, die weißen cismittelstandskindern so offenstehen, habe/sie nutzte/davon profitiere. und weil durch die namensgebung eben ganz viele positionen weiter unsichtbar gemacht werden, durch mich. ich hab in der zwischen zeit gelernt dass “unsichtbar machen” eben in vielen zusammenhängen länger und für andere dinge gebraucht wird, als ich es hier tue. mein thema ist sehr beschränkt, auf meine lebenswelt. einen umgang habe ich für mich noch nicht gefunden aber ich wills eben auch nicht einfach so unkommentiert lassen.

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