idendidääd

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wir fahren mal wieder nach franken, das haben wir lange nicht mehr getan. ich freue mich auf zuhause. ich bin da gar nicht aufgewachsen, kurz nach der geburt wurde ich nach norddeutschland gezogen. aber franke (fränkin?) sein ist ein wichtiger teil meiner identität. wieso eigentlich? meine eltern sind beide in bamberg geboren, also der stadt in der ich das auch wurde. meine mutter ist dort nicht aufgewachsen sondern im pott und zurück gekommen als sie (beinahe) erwachsen war, und nochmal mehr als zehn jahre geblieben. mein vater ist dort aufgewachsen und weg gegangen als er erwachsen wurde. meine großeltern väterlicherseits wohnen zumindest in der nähe von bamberg und wären vermutlich auch gerne wieder in die stadt gezogen, wenn sie sich denn die miete hätten leisten können.
der mann ist in bamberg aufgewachsen, wir haben uns dort kennengelernt, seine mutter wohnt da. wir haben viele freunde in der stadt und viele, die wir treffen wenn wir gleichzeitig auf besuch sind. fast alle sprechen davon, wenn sie mal richtig alt sind eine wohnung dort zu haben. ich auch, manchmal, aber wieso jetzt nochmal?

woher kommt eine identifikation mit einer stadt und einer region in der ich nie gewohnt habe?  ich glaube das hängt zum einen mit unserer familienkultur zusammen. und mit der unweigerlichen frage, wo mensch denn herkommt. wenn es in meiner schulzeit, aber auch schon vorher, um familie ging, dann war meine kernfamilie eben alles an familie, was nicht 6 stunden zug weit weg war. wenn ich dann erklären sollte, wo genau das denn jetzt liegt, dieses bamberg, dann hörte ich häufig ich käme aus bayern. aus BAYERN?!? nein verdammt, ich komme aus franken, das ist wichtig! es gibt in meiner familie niemanden der sich mir bayern identifiziert, das hat mit uns nix zu tun, nicht das wir irgendetwas mit echten freien franken zu tun hätten (das sind häufig gruselige nazis) aber das ist es, wo wir herkommen. fränkisch ist das, was ich nicht gut spreche, und manchmal nicht verstehe.
ich glaube so richtig wichtig geworden ist das für mich erst über differenz, mein anders sein hat sich in meiner kindheit am einfachsten daran festmachen lassen, das meine familie nicht aus oldenburger_innen oder ostfries_innen bestand. das es noch vielmehr aspekte unserer familienkultur gab die sich nicht in die mehrheit meiner schulgenoss_innen einpasste, hat sich für mich mit 9 jahren noch nicht so richtig erschlossen. also fränkisch sein, und damit katholisch. was vorsichtig gesagt schon verwunderlich ist, mein vater ist schon vor meiner geburt aus der kirche ausgetreten (meine mutter vor ein paar wochen, aber das ist eine andere geschichte) mein bruder und ich wurden nicht getauft, was ich als kind ganz schrecklich fand. aber meine religiöse identität war eben doch katholisch, ich bin immer mit meinem großvater in die kirche gegangen als ich ein kind war. bei unseren jährlichen besuchen und mir hat das gefallen. ich mag die rituale der katholischen kirche bis heute, auch wenn ich die institution eher ablehne. in meiner umgebung waren alle anderen evangelisch… und auch wenn sich mein faible für die katholische kirche nicht gehalten hat (puh, glück gehabt), hat die art der katholischen denkweise mich geprägt, sowas erledigt sich halt nicht in einer generation ungläubiger.

seid ich denken kann fahre ich also einmal im jahr nach bamberg um meine großeltern zu besuchen, und meine tanten (mütter- und väterlicherseits) und alte freunde. und das war eben meistens auch der einzige urlaub den es so gab. das ich das positiv verknüpfte ist im nach hinein echt nicht verwunderlich. während ich zuhause immer damit kämpfte mich fehl am platz zu fühlen, wurde ich hier freudig begrüßt.

und es ist schön da, die stadt bamberg ist wunderschön. es macht spaß dort zu sein, schon weil es spaß macht, mit offenen augen durch die stadt zu gehen.

und es ist lecker, als kind war ich ja eine große freundin des toten tieres, und damit ist mensch da genau richtig. es gibt so großertige dinge wie keller und brotzeit. da wird dann richtig viel pressack verspeist. bamberg ist eine gärtnerstadt, es gibt immer frisches gemüse und daszu weitestgehend bezahlbaren preisen. mittlerweile kann mensch selbst als vegetarier_in in jede wirtschaft einkehren und wird etwas zu essen finden. und sehr selten mal schlechtes essen. die eingefleischetn bamberger-innen behaupten ja das diese neigung zu qualitativ hochwertigem und günstigem essen daher kommt, das die bamberger_innen früher ihre bäcker in holzkäfigen in die regnitz geschmissen haben wenn sie beschissen haben, (muss mal nachlesen, ob das stimmt) es gibt kloß mit soß, also für mich natürlich ohne, und wersching, und gerupften (soll ja leute geben die sich trauen obatzda zu bestellen, ich würds nicht ausprobieren) und das brot ist so lecker das ich slebst das industriebrot lieber esse als alles was ich hier so kaufen kann (ha, es gibt einen marktstand aus mittelfranken hier auf dem markt, das sind seltsame christen aber das brot ist gut) als kind hab ich übrigends immer glösse geschrieben, wenn nach meinem lieblingsessen gefragt wurde, das mit dem hadden g, hatte ich nämlich nicht so raus. überhaupt was für eine großartige unterscheidung, es gibt ein hartes und ein weiches d, und ein hartes und ein weiches g. ihr könnt euch vorstellen welchen spaß ich bei der rechtschreibung hatte wenn ich dinge aus bamberg beschreiben wollte.

und es gibt die keller, ja wir gehen auf den keller, was den einfachen hintergrund hat, das das bier im keller liegt, wos kalt ist und wir oben drauf sitzen, wos schön ist. eine großartige abendbeschäftigung, das auf dem keller sein, meist gibt es einen spielplatz mit zaun und nen guten ausblick, liegt ja auf dem berg. es gibt gutes bier und schlucki, in den meisten kellern in und um bamberg kann mensch sich das essen selbst mitbringen wenn das was auf der karte steht nicht gefällt, ich könnt das ja ständig machen. und alle freunde die wir jemals mit nach bamberg geschleppt haben auch.

und sonst so: als ich schon etwas älter war und ohne meine eltern in der stadt stellte ich fest, das ich fränkischer bin, als ich je geglaubt hätte. ich nöle macker und läster nämlich gerne und ausgiebig, während ich mit lob eher sparsammer bin. (ich übe das besser zu machen, ist so mittel erfolgreich) das größte kompliment das du in franken bekommst ist ein freundliches “basst scho”. das ist übrigends auch was wo sich meine schwiegermutter, die sehr auf ihre westfälische mutter pocht, sich ihrer umgebung voll angepasst hat.

und das kind? die astronautin wird in schöner regelmäßigkeit nach franken geschleift, ist gerne klöße und spricht hochdeutsch weil wir das auch sprechen, hoffentlich. mir stellt sich ja immer wieder die frage ob das mit dem fränkisch sein in der “fremde” nicht eher größer wird, als es eigentlich ist weil die sehnsucht so groß ist.

sushi und sekt

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ja eigentlich wollte ich mal wieder über unsichtbarkeit schreiben weil ich im letzten jahr doch einiges über sichtbarkeiten gelernt habe. aber stattdessen folgt mal wieder hedonismus:

die astronauten (aka püppi) hat eine allerbeste freundin. wer jetzt sagt, kinder in dem alter haben keine freunde, der kennt meine tochter und ihre freunde nicht. die beiden waren zusammen bei der tagesmutter und seid die freundin nicht mehr da ist fragt die astronautin morgens mittags abends nach ihr. als wir neulich in der straßenbahn die freundin auf der anderen straßenseite sahen hat sie versucht von meinem arm und aus der tür zu stürzen und hat den ganzen weg nach hause zurück gewolt um die freundin zu “findi”.

als wir heute dann die freundin und ihre mutter trafen, war die freude riesig. die freundin ist glaube ich etwas überfordert mit der überschwänglichkeit der astronautin, aber die beiden spielen ganz gut miteinander. eigentlich war der plan, gemeinsam auf einen “neuen” spielplatz im nachbarviertel zu gehen aber als es das regnen anfing einigten wir uns darauf bei uns zu spielen. also nein, die kinder sollten spielen. der vorteil ist, dass die beiden wenig betreuung brauchen wenn sie zu zweit sind. sie verwüsten die wohnung aber sie lassen uns dabei in ruhe.
nach dem wir festgestellt haben da wir beide eine trotzwoche hinter uns haben, besorgten wir uns noch schnell eine große portion vegetarisches sushi und auf dem weg zurück auch noch eine flasche sekt. ichhab das ja erst für einen scherz gehalten, im nachhinein war es aber definitiv die idee der woche. wir saßen also zu zweit am esstisch, während die kinder durch die wohnung rannten, schlugen uns den bauch mit sushi voll und tranken sekt. unverantwortlich und so, tatsächlich fand ich es als kind immer eher seltsam wenn erwachsene alkohol getrunken haben, ich kannte das von daheim einfach nicht. aber heute hat es die kinder eher weniger interessiert sie tranken wasser aus weingläsern und naschten sushi und waren sehr vergnügt. und ich auch, ich bin nicht betrunken, aber entspannt das erste mal diese woche mit kind im selben raum. danke dafür, liebe freundin mama!

Vegane Ostereier

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Ich finde hartgekochte Eier ziemlich bah auch wenn ich gerade nicht vegan lebe. Hier fiel Ostereier suchen Schnee und krankheitsbedingt aus. Aber weil ich das letztes und dieses Jahr vergessen habe noch schnell die veganen Ei Alternativen fürs nächste Jahr: 1. The Egg: diese Rhythmuseier kosten nicht die Welt, es gibt sie in verschiedenen Farben und Geräuschen. Die Astronautin hat letztes Jahr eins geschenkt bekommen und liebt es heiß und innig. Der Vorteil ist dass “echte“ Musikinstrumente viel schöner klingen als solche für Kinder… 2. Im Bio Laden gibt es so Badewasserfarben die haben die auch in Eierform, mit kleinen Geschenken drin. Ich fand sie ziemlich teuer… 3. Jongliereier, hatte mein Vater als ich klein war, gibt es aus verschiedenen Materialien unsere waren auf Gummi und haben sich auch als Flummi geeignet. 4. In der Krippe vom Kind, das wir gestern besucht haben, haben sie Plastikeier mit Fingerfarben bemalt, sehr schick und schon für die Kleinen. 5. Im Backbedarfshandel habe ich auch schon cakepopformen in Ei Form gesehen. 6. Und natürlich veganer Süßkram in allen Varianten, wir hatten dieses Jahr so eiförmige Dosen als Deko an den Ostergaben, die werde ich nächstes Jahr mit Marzipan Kram füllen. Ansonsten hat die erweiterte Familie das mit der ein Buch oder CD Regel, die bei meinen Eltern gilt, ignoriert und ein riesen Haufen Sandspielzeug geschickt. Und das Kind hat einen Schoko pur Schock erlebt. Selten hab ich die Astronaut in mit so einem verklärten Gesicht gesehen.

ZWEI!

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ruhig ists hier, hab gerade irgendwie den blog elan verloren… aber dass hier wollte ichhier noch anmerken: das kind ist seid heute zwei und braucht einen neuen namen weil püppi dieser kleinen person sowas von nicht gerecht wird. vielleicht astronautin? ihr lieblindshirt hat eine rakete ihr lieblingsvideo handelt von mondfahrt… mal sehen was mit einfällt.

gefeiert wurde heute nur mit einem gastkind+elter und dem weltbesten paten. der mann hatte frei und hat mit mir zusammen richtig viele luftballons aufgeblasen damit die kinder kreischend durchrennen können. es gab geschenke: ein laufrad, ein aquadoodle, eine regenjacke, gummistiefel, ein gewürzregal, vier bobo bücher, ein puzzle und als highlight ein selbstgebastelter vogel und eine karte vom besucherkind.

es gab cupcakes in vegan mit kristallzucker. und schlagsahne wer mag. zum abendessen haben wir pizza geholt. das kind war so überdreht das es nicht ins bett wollte. morgen wird bei der tagesmutter gefeiert, heute war der kurze tag morgen kommt ein befreundetes kind dahin. deshlab warte ich jetzt darauf das die zuckerfreien cupcakes fertig backen. vielleicht stelle ich gleich noch ein paar fotos ein. mal sehen.

ach und das war gerade der hundertste artikel hier…

Rassismus raus aus Kinderbüchern

rebloggt von fuckermothers:

Klicke, um den Original-Artikel zu besuchen

Eine Bemerkung zu der unsäglichen 'O-My-God-unsere-Kinder-dürfen-das-N*-Wort-nicht-mehr-in-Kinderbüchern-lesen-Debatte'. Auslöser war die Ankündigung des Thienemann-Verlages, diskriminierende Sprache in Kinderbuch-Klassikern wie Die kleine Hexe auszutauschen

'Zeter! und Mordio! Kulturverfall! Und Sprachpolizei! Und Säuberungskampagne! Und sowieso, Political! Correctness!' regt sich die Presse von FAZ und Zeit über Deutschlandfunk bis Spiegel auf. (Die Artikel wurden absichtlich nicht verlinkt, am harmlosesten ist noch dieses Interview mit Paul Maar.) In all dieser Aufregung, wird, so oft es sich irgendwie unterbringen lässt, genussvoll das diskriminierende N*Wort geschrieben, am besten schon in der Überschrift.

Weiterlesen… noch 522 Wörter

Ich wollte ungefähr dass schreiben. Fuckermothers war schneller. Lest das und teilt das und schreibt mehr coole Kinderbücher.

musik

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ein frohes neues jahr euch allen! neues jahr neue vorsätze.  meiner einer: mehr musik hören. und musik machen.

ich komme aus einer familie in der musik eine große rolle spielt. ich bin in mitten von unterschiedlichsten musikinstrumenten aufgewachsen, erinnere mich dunkel an die musikalische früherziehung in der ich (gefühlt) noch im krippenalter war und an den flötenunterricht im kindergarten. ich hab das mit der flöte bis in die mittelstufe durchgehalten und mich dann im opernkinderchor des lokalen theaters wiedergefunden. ich wollte immer klavier spielen und hab dann auch eins bekommen aber keinen untericht dazu. mein interesse war dann doch nicht so groß das ich das langfristig alleine durchgezogen hätte. durch den kinderchor hatte ich natürlich auch kontakt zum orchester und habe mich in den kontrabass verliebt, der war nur leider doppelt so groß wie ich und meine finger noch zu kurz. in der schule wars dann der ebass den ich toll fand. aber hey, mädchen singen und machen bestenfalls percussion von der schlagzeugerin in meiner klasse jetzt mal abgesehen. kurz um, nach meinem austritt aus dem kinderchor habe ich nicht mehr aktiv musik gemacht. dafür war ich mit musikern zusammen. (und habe konzerte veranstalltet, wenige war eher so der party typ…) immerhin habe ich noch gelernt wie mensch ne PA verkabelt. und hatte sehnsucht. leider ist meine überzeugung unmiskalisch zu sein so groß, dass ich den bass den ich mir letztes jahr beim exexfreund geliehen habe hier ungenutzt rumsteht… ich bin nicht sehr musikalisch fürchte ich. und mein ergeiz ist deutlich kleiner als meine angst davor lärm zumachen. aber trotzdem: ich hab immer nach den anderen geschielt die das einfach gemacht habe während meine annäherungsversuche einfach zu zaghaft waren… bevor ich dreißig werde möchte ich unbedingt noch ein instrument lernen.

mein bass

um püppi vor diesem schicksal zu bewahren versuche ich

1. ihr nicht immer zu sagen das sie leise sein soll und frauen auch gitarre spielen können
2. ein gutes vorbild zu sein (ha, da ist sie die übermutti)
3. die beknackte idee umzustetzen einen babysynthesizer zu bauen. alle elektronischen musikinstrumente für kinder machen leider so grausame geräusche das ich sie nicht ertragen kann. und eine kiste mit analog instrumenten hat das kind von mir geerbt. (bis auf das “klavier” das habe ich auf dem flohmarkt gekauft weil püppi das beim rockstarkind so toll fand.) und ich finde synthies sind die perfekte kreuzung aus musik uns technik. ob ich das jemals umsetzte verrate ich dann hier…

püppis musikkiste
4. mehr musik zu hören.

wobei wir beim ersten teil des vorsatzes wären. ich habe einen schlimmen musikgeschmack. ich habe meine eltern als kind mit rolf zukowski oder wie der heißt maltritiert. und mein vater hat mir erst weihnachten erzählt, das meine eltern sich gefragt haben was sie bloß falschgemacht haben als ich in der zweiten klasse mit der kellyfamilie nach hause kam. ich hab immer gehört was um mich rum so angesagt war. tictactoe und backstreetboys zum beispiel. später dann das was hiphopper und noch später autonome halt so hören. eine ausnahme hat sich allerdings bis heute gehalten: seid mein vater 1991 meinem onkel eine cd der lassiesingers schenkte und davon eine kassette aufnahm höre ich sie rauf und runter. diese vorliebe teile ich übrigens mit dem mann der seineszeichen zwar über keinerlei taktgefühl verfügt aber einen beatcounter hat und sich sehr gut als dj macht. inklusive der dazugehörigen ausstattung und stapelweise vinyl.

unser plattenregal

ich dagegen habe allenfalls mp3 und einige fast zehn jahre alte cds. kaum zu glauben das ich eine kurze aber intensive phase meines lebens damit verbracht habe kassetten aufzunehmen. ansonsten bin ich nie auf dem neusten stand und seid ich mich meiner sozialen kontakte entledigt habe gibts in meiner musiksammlung keine neuzugänge mehr. das muss sich ändern!

und da ich heute mal wieder festgestellt habe das plattenkaufen mich zu tode langweilt und ich einfach gar nicht wüsste wonach ich suchen sollte:
was sind eure alltime favorites und was hat euch letztes jahr so an neuem umgehauen?

okay ich oute mich auch und präsentiere meine alltime lieblings alben:
seid 1991: lassie singers- lassie singers helfen dir (1991)seid ca. 2004: knochenfabrik -ameisenstaat (1997/2008)
seid 2009: fly girls! b-boy beware eine compilation von female hip hop artists, eher oldschool aber super zum mit kind tanzen….

weihnachten 2 mit kind

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ist ja irgendwie schon bald und stresst mich ungemein. ich feier das erste mal nicht bei meinen eltern, aber nicht ohne sie. und weil ich meine eltern eingeladen habe und meinen bruder und seine freundin muss ich wohl auch die geschwister vom mann einalden und deren partner/kinder… und weil wir das letztes jahr so gemacht haben habe ich auch dieses jahr 25 grußkarten an gemeinsame freunde und familie verschickt. 15 liegen hier noch rum damit der mann auch noch was zu tun hat. und weil die geschenke die meine tante püppi macht immer so überdimansional groß sind und weil ich sentimental bin habe ich ein riesen päckchen dahingeschickt wosie und meine großeltern wohnen. und mal wieder alle geschenke im internet bestellt weil es mir schon langt quasi in der fußgänger_innen zone zu wohnen da muss ich dann nicht auch noch einkaufen. und die familie ist groß. ich habe in den letzten tagen briefe in die usa, estland in die schweiz und nach luxemburg verschickt. und gefühlt 50 pakete für das ganze haus angenommen und ca. 30 geschenke  verpackt. und jetzt muss ich das kind abholen weil ja am letzten tag alle früher aus haben wollen, auch die tagesmutter die an weihnachten auch noch geburtstag hat: ach ja gebacken und weihnachtskalendert habe ich auch und einen adventskranz haben wir hier auch.

adventskranz vanillekipferl adventskalender

worum gings nochmal bei weihnachten

betreuungsrealität

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vorsicht es folgt einseitiges gemecker:

das kind ist bei der tagesmutter, das war hier und hier schon mal thema, vielleicht auch schon woanders. ich bin im moment nur so semiglücklich mit der tagesmuttersituation, das hat verschiedene gründe:

1. ich bin eifersüchtig, püppi weint wenn ich sie abhole will nicht von e. arm runter und schickt mich weg. das ist für mich manchmal anstrengend häufig endet es in geschrei auf püppis seite und ruppigem umgangston bei mir. seid ich nicht mehr diskutiere ist es einfacher geworden und manchmal geht püppi auch einfach mit.

2. die tagesmutter ist keine große unterstützung in diesen situationen. vielmehr vermittelt sie den eindruck, püppi vor mir beschützen zu müssen. das ist ein scheiß spiel, macht keinen spaß und mein versuch da mit ihr drüber zu reden ist einfach gescheitert. weil

3. die tagesmutter mich nicht ernst nimmt und jeden versuch, themen die mir wichtig sind anzusprechen, persönlich nimmt. und das so raushängen lässt, dass ich mich am ende schlecht fühle. und dagegen argumentiert. so das ich am ende auch nicht weiß wie ich da noch gegen ankommen soll. ich hab immer das gefühl das sie für sich so eine ganz eigene kompetenz ausmacht und das ich als elternteil da ja eh nicht gegen an kann weil sie ja schließlich 25 jahre älter ist als ich. professionell ist iregndwie anders.

4. sich immer mehr herauskristalisiert, dass die tagesmutter den weg des geringsten widerstands geht. also selbstbild und realität sind einfach nicht deckungsgleich. aber selbstreflektion ist sowas von nicht angesagt. also ehrlich garnicht. sie hat kein problem damit mir zu erzählen dass sie auf xy achtet und zwei minuten später genau das gegenteil zu tun. ohne es zu sehen. und regeln die ich als ihre regeln verstanden habe, gelten offensichtlich nur bei mir. oder für mich. die anderen eltern und deren kinder machen das so wie sie lustig sind und die tagesmutter sagt nix. also jetzt eher so bei den weichen faktoren aber trotzdem…

5. diese sprache macht mich wahnsinnig, wenn ich nochmal “eigentlich” höre schrei ich oder auch “das weißt du” also genau genommen “eigentlich machen wir das nicht, und das weißt du” was will sie damit bloß sagen? oder auch “mäuschen schatz krümelchen vieles widerspricht einfach so meiner idee von kinderansprache, klarer kommunikation, nicht raten müssen wen oder was andere jetzt meinen.

6. das kinderzimmer wird mit püppis zunehmenden bewegungsdrang immer enger. meist rennen die kinder im flur der ist groß hat aber keine fenster. außerdem gibt es soviel spielzeug im raum und alles ist aus plastik….

7. ich weiß nicht wie ich das schreiben soll aber ich hatte schon mehrfach situationen wo wir beinahe in streit gerate wären weil sie alltagsrassistische dinge von sich gegeben hat. ich weiß dass ich da selber aufhol bedarf habe aber gahhh… ich pendel da immer zwischen sagen dass das rassistisch war (oder ich das so empfinde) und nicht belehren wollen… von zuschreibungen was  geschlechterrollen angeht gar nicht zu sprechen. da bin ich dann häufig auch ratlos, und der große junge tut mir leid weil sein und püppis verhalten so unterschiedlich gerwertet wird, und zwa rnicht weil sei ein jahr auseinander sind sondern weil sie unterschiedliche geschlechtsteile haben…

so und ich weiß: jeder_r ist anders und geht anders mit kindern um.

und ich weiß dass ich zuviele bücher lese und dass ich nicht erwarten kann, dass alle anderen das auch tun. schongarnicht wenn sie zehn stunden am tag auf kleine kinder aufpassen (nagut meistens nicht, der große wird jetzt immer früher geholt) und das viele ideen die ich so hab nicht allgemeingültig sind. ich fürchte das da eben häufig auch der klassismus aus mir spricht.

hier noch die guten dinge:

die tagesmutter ist super herzlich, püppi liebt sie sehr, sie ist zugewandt und unterstützt die tageskinder auf ihre weise in ihrer entwicklung.

die athmosphäre ist familiär, das gefällt püppi gut, es gibt ruhephasen und da nur drei kinder da sind ist der betreuungsschlüssel auch okay. (es gibt ein neues kind ein baby das notfallmäßig einen platz brauchte und das wirkt auch ganz zufrieden, mit sieben monaten)

schlimmer als den geringsten widerstand suchen finde ich ja auf teufel komm raus regeln durchdrücken. das macht sie nicht die kinder müssen nicht essen oder schlafen oder mitmachen. jedes kind darf seinen rhythmus bestimmen. nur aufräumen das ist pflicht.

die tagesmutter nimmt die kinder viel in den arm, aber nur wenn die das wollen. auf sowas achtet sie sehr genau, also auch auf die körpersprache der kinder.

die tagesmutter hat kontakt zu verschiedenen kitas in der umgebung und sorgt dafür dass wir da mit zum artinszug können. und versucht ab und zu mit den tageskinder die krippenkinde rzu besuchen. und bemüht sich zum beispiel gerade einen garten zu finden den sie mit den kindern nutzen kann.

es gibt einen hund den püppi abgöttisch liebt.

sie fragt auch immer nach was zu hause so läuft, ob etwas schwierig ist und versucht das verhalten der kinder nachzuvollziehen.

die meisten dinge die mich ärgern werde ich vermutlich auch mit erzieher_innen ind der krippe erleben. und ich glaube beim besten willen nicht, dass es die bessere möglichkeit wäre püppi zuhhause zu betreuen. püppi geht gerne zur tagesmutter. sie ist eine wichtige bezugsperson aus diesem grund haben wir ja auch einen krippenplatz abgelehnt.

ich glaube das es im moment vorallem püppis bedürfniss entspricht, eine feste bezugsperson in der betreung zu behalten. manchmal wünsche ich mir das die tagesmutter eine großpflegestelle aufmacht in der sie all ihre menschliche kompetenz mit der beruflichen/professionellen kompetenz einer_s gelernten erzieher_in kombinieren könnte…  und ich muss mich daran  errinnern das anders auch okay ist. und träume weiterhin…

 

kitaträume

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bei babykram wird nach kitaträumen gefragt, hier mal mein ansatz:

  • kleine gruppen mit bezugs erzieher_innen.
  • Einen schlüssel von max 2 unter 15 monaten , 3 kleinkindern unter zweieinhalb und 5 kindern unter vier je betreuer_in. Bei älteren muss mensch mal gucken. So dass auch mal eine hand über bleibt und nicht gleich alles zusammen bricht wenn mal eine_r krank ist…
  • mehr dezentrale kleine einheiten als große zusammenschlüsse, weil die dazu einladen hier und da noch jemanden einzusparen. Die verwaltung kann ja trotzdem über eine stelle laufen. gut gelegen in wohngegenden oder aber nah an arbeitsplätzen damit die wege kurz bleiben.
  • Zugang zu spielplatz oder besser park oder garten.
  • Frische (nicht zwischendrin eingefrorene) küche, zweites frühstück in der einrichtung. Köch_innen für größere einrichtungen (haben hier drei evangelsiche mit offener küche zum speisesaal!!) größere kinder können auch mal in der küche gucken
  • einrichtung hat krippe und kindergarten, damit der übergang leichter fällt, vielleicht sogar eine hortgruppe. Oder zumindest besuchen sich die verschiedenen gruppen gegenseitig…
  • es gibt offene zeiten in denen sich die kinder begegnen können aber auch rückzugsräume für die kinder, die das nicht so mögen.
  • Breites angebot an „lern“ und erfahrungmöglichkeiten. Gezielte förderung der interessen der kinder über „kurse“ innerhalb der kitas oder auch in kooperation mit anderen einrichtungen (musikschulen, wissenschaftsmuseen, sportvereine, lokale theater, buchhandel, kunstschulen küche, kinderuni, holzbastelwerkstatt, medienmachen etc.) und gruppenprojekte mit verschiedenen aspekten.
  • Intergrative konzepte für kinder mit behinderungen.
  • Logopäd_innen, ergotherapeut_innen etc. die mit der kita zusammenarbeiten und auch in der gruppe arbeiten. (stundenweise) (macht meine mutter in einem kindergarten, sollte es öfter geben)
  • -ismen sensible fortbildung der erzieher_innen und der eltern. Regelmäßige supervision.
  • Ein Kinderrat. Kinder lernen für sich sprechen.
  • Zusammenarbeit mit einer elternschule/ein kursangebot für eltern. (aufklärung zu verschiedenen entwicklungsstufen, kinderpsychologie, bedürfnissen von kindern)
  • kooperation mit grundschulen.
  • Wald-, schwimm- parktage. Regelmäßige ausflüge…
  • flexible öffnungszeiten, spätgruppe, 24 std. kita für größere kinder und in ausnahmefällen. gemeinsames abendessen zu dem die eltern dazu kommen können wenn es mal spät wird. zusammenarbeit mit notfallbetreuung, die den kindern bekannt ist
  • und für mich am wichtigsten: die kinder auch mal machen lassen, helfen aber nicht aufdrängen, nicht zum essen oder schlafen zwingen, gefühle und bedürfnisse ernstnehmen. die kinder mit gleicher würde behandeln.

ja wer soll denn das bezahlen? weiß ich nicht, mir egal. ich weiß dass wir das nie bekommen werden weil wir ja auch groß geworden sind so wies damals war. aber träumen, danach wurde ja gefragt.

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