allein, allein, allein, allein

ich sitze auf unserem sofa und mann und kind sind nicht da…

ach wie schön würde ich in jeder anderen situation denken, aber ich hab nur noch 24 stunden…

morgen fahre ich nämlich weg. eine ganze woche unikram erledigen, freunde treffen usw. so und zwar ohne püppi. ich hab das glaube ich schon gefordert, da war das kind noch gar nicht auf der welt. aber jetzt ist das alles so schnell schon aktuell. püppi ist noch garnicht abgestillt, also tags ja schon aber abends und nachts halt noch nicht. ich glaub ja auch das es wenig sinn hat das zu machen wenn ich anwesend bin. und es hat nochweniger sinn das kind mit in all die termine in der nächsten woche zu schleppen, deshlab jetzt so. aber buhuhuhu… mein baby wird groß, und ich fühle mich garnicht bereit dazu. außerdem stellt der man schon seid drei tagen gaaanz seltsamme fragen, wo ich mir immer denke woher soll ich das denn wissen????

der mann ist an sich ein super vater hat sich aber in letzter zeit beruflich sehr einspannen lassen war deshalb wenig da. püppi hat das eine zeitlang mit nicht beachtung und an mama klammern bestraft aber das ist nun vorbei. ach wenn ich wieder komme redet die bestimmt zwei wochen nicht mit mir.

ich versuche sehr kein schlechtes gewissen zu haben. wirklich aber da ist mein unterbewusster mamapropagandaterror doch stärker als meine vorfreude. verdammt nie nie nie hätte ich gedacht das es mir am ende so schwer fällt. und jetzt finde ich raus wo die zwei sind um nochmal familie zu tanken…

feminismus oleole nachtrag

Schlagwörter

,

ich habe gerade mit meiner lieblingsmitmutter telefoniert und gelernt, das zumindest ihr nach der lektüre des letzen artikels zwar klar war warum ich keine feministin sein wollte aber nicht warum ich mich jetzt so nenne. also versuche ich mich noch einmal daran: in meiner sozialistaion wurde mir vermittelt, das die gleichstellung der frauen weitesgehend abgeschlossen ist (gehört in schule/uni/job). alles was jetzt noch an forderungen/kritik/sichtbarmachung folgt ist radikalfeministisch und nicht zielführend ach und will das wir nie wieder spaß haben. wer in der welt (die ja wirklich viel besser ist als 1950 oder gar 1820) nicht zurechtkommt, ist einfach nicht leistungsfähig oder durchsetzungsstark oder humorvoll/entspannt/sexy genug. persönliches pech also. feministinnen wurden als feindbild aufgestellt weil sie es wagten auf bestehende verhältnisse hinzuweisen und raum zu fordern. das führte gleichzeitig zu dem reflex zu versichern das frau ja keine feministin, sei wenn etwas (berechtigtes) gefordert wurde. warum eigentlich. ich will die gleichberechtigung von geschlechtern (ja mann frau und was du sein magst) was anderes hat der überwiegende teil der feministinnen ja auch nie gefordert. wenn das jetzt als zu radikal interpretiert wird, ist es ja wohl absolut notwendig sich feministin zu nennen, weil es ja wohl nicht in der deutungshoheit von menschen, die sich vom feminismus angegriffen fühlen, liegen sollte waswerwie dieser ist. also sage ich jetzt ich bin feministin und ergötze mich an der reaktion meiner mitmenschen.

auch in meinen linksradikalen zusammenhängen wurde das immer noch vorhandene machtgefälle zwischen den geschlechtern (von denen die sich nicht einordnen konnten/wollten wurde praktisch nicht gesprochen) dadurch relativiert, das die ja eh nur konstruiert wären und die performance dann auch jederzeit geändert werden könne. außerdem leiden die männer ja genauso unter ihrer rollenzuweisung wie die frauen. der begriff feminismus (also der lateinische bezug auf die frau) sei also überholt, es gehe mehr um so queere geschlechterpolitik. und überhaupt natürlich seinen frauen räume wichtig aber doch bitte nicht wenn die dann nur eine nutzt (yeah der frauencomputertag stand glaub ich alle drei monate zur diskussion). das negiert aber sowas von vorhandene privilegien (ach, ich mag dieses konzept) und führte  am ende nur dazu das alle sagten “so bin ich halt. das ist meine perfomance. kann ich nix für, änder ich nix dran, außerdem ist mein mackertum ironisch gemeint”. ich hatte dabei nicht das gefühl, das außerhalb von queerfeministischen gruppen da große fortschritte gemacht wurden.

jetzt klarer? irgend wie nicht oder?

feminismus oleole

Schlagwörter

,

ich nehms mir schon vor seid ich auf die standard mal als feministischer mutterblog bezeichnet wurde, das ist schon lange her also hier kommts:

warum ich Feministin bin.

aber wenn mir jemand vor drei jahren gesagt hätte, dass ich mich mal selbst als solche bezeichnen würde, hätte ich dieden ausgelacht. oder protestiert. ich fand feminismus nämlich blöde, nicht so als konzept im allgemeinen, sondern eher als label für mich.  das hat mir lange ein schlechtes gewissen gemacht. weil als sich irgendwie links (radikal) verortende frau muss mensch doch feministin sein.

woher das kam mit meiner ablehnung?
das hat sich im laufe der zeit mehrmals geändert.
*am anfang war das glaube ich mehr so ein subjektiver eindruck, die paar frauen die sich als feministinnen bezeichneten, kamen mir verbittert und schlecht gelaunt vor. das war lange, bevor ich mich inhaltlich mit irgendetwas auseinandersetzen konnte.
*meine eltern haben uns sehr früh mit verschiedenen “mein körper gehört mir” broschüren eingedeckt,  mich zur selbstverteidigung geschickt, mit technik näher gebracht und und und. ich hab nie gehört, “das kannst/darfst du nicht weil du ein mädchen bist”. ich war mir immer (na gut, meistens) sicher, ich kann alles, also platz da. für mich waren viele dinge, von denen ich heute weiß, das die meisten darum noch kämpfen müssen, total normal. deshalb wollte ich rosa rüschenkleider, lackschuhe, barbies und ein girliegirl sein und nicht gleichberechtigt.
*ich war eh schon ein freak. mir fehlten gewisse sozialisationsaspekte die für die anderen mädchen irgendwie wichtig waren. ich hatte kein interesse an mode&shopping, wusste lange garnicht was eine barbie (kindergarten) war oder wie mensch sich die beine rasiert (mittelstufe). als ich diese defizite mühsam aufgeholt hatte, wäre mir im traum nicht eingefallen, diese gesellschaftlichen zustände zu kritisieren. ich wollte zumindest irgendwie dazu gehören. was sich meistens als gar nicht so einfach herausstellte.
*als meine politische sozialisation mich von umweltaspekten ins autonome zentrum führte, hatte ich mädchen sein bereits professionalisiert. meine ersten inhaltlichen begegnungen mit feminismus liefen denkbar schlecht. auf meinem ersten frauenplenum, haben die anwesenden (die meisten etwa 5-10 jahre älter als ich, ich war so 15/16) ausgiebig gelästert. über stringtangas und rasierte beine…. ähem, ich war leicht iritiert und verbrachte meine zeit ab da lieber mit den biojungs um mich rum. meinen style wollte ich nicht ändern, warum auch, also ging ich geschminkt, auf hohen hacken, in kurzen röcken und bauchfrei  ins autonome zentrum. nicht ohne abschätzige blicke…
*dabei wars ja nicht mal so, das ich nicht mehr zu den frauenplena gegangen wäre. aber meistens fühlte ich mich danach genauso beknackt, wie ich mich gefühlt habe, wenn ich in der schule mal wieder irgendeine sozialisationstechnik an mir vorbei gegangen war.
*und irgendwie kam mir alles ein bisschen seltsam vor, zum einen, weil ich wie oben schon erwähnt, viele dinge für mich als selbstverständlich wahrnahm (und durchaus bereit gewesen wäre jeden auszulachen/zu verprügeln, der meinte mir das absprechen zu wollen) zum anderen weil die vermittlung von inhalten (natürlich) auch hier nicht wiederspruchsfrei über die bühne lief.
*wenn frauen die mir riesig und schlau und durchsetzungsfähig vorkamen, über die unterdrückung durch das patriachat jammerten, aber auf dem gemischten plena immer allen ins wort fielen, um im nachgang die macker zu bemeckern und sich für ihre große schnauze auch noch zu beglückwünschen, drehte sich mein kopf.
*mal völlig davon abgesehen, das es mir fernlag, mich als opfer von irgendwas zu begreifen. und diese “wir sind opfer des patriachats” nummer drang doch immer wieder durch. potentielle opfer von (sexualisierter)gewalt, von lohndumping, von/in heteronormativen zweierbeziehungen, von blöden anmachen, von ich weiß nicht mehr. ach doch von pornos. ein beliebtes thema, zugegebener maßen damals aus aktuellem anlass, aber für mich völlig unbegreiflich: vermutlich geht es nicht klar, wenn jemand, in einem öffentlich zugänglichen computerraum pornos anschaut. aber da hörte es bei mir dann schon auf. warum ich dadurch unterdrückt werden sollte, war mir nicht so richtig klar, ist es bis heute nicht. wenn mir damals jemand von pro sex feminismus erzählt hätte wäre ich vermutlich in jubel ausgebrochen, aber das sollte noch ein paar jahre dauern.
* bis dahin hab ich mich einfach nicht richtig gefühlt, nicht feministisch genug.

ein wichtiger aspekt für mich war immer, das ich der meinung war, das geschlechtsbedingte gesellschaftliche hierachien für mich nicht gelten würden. ich war lange die, die spricht. ich war lange die einzige frau unter mackern und hatte mit abstand den größten schw*nz. meine ganz persönliche situation war einfach so privelegiert, das ich an andere garnicht denken wollte.

und ich hab geglaubt, was uns zwischen all den mädchen stärken aktionen und frauenzeitschriften sugeriert wurde: “wenn ihr an der gesellschaft scheitert, habt ihr euch nicht genug angestrengt.”

was dann geschah:

* ich hatte ständig machtkämpfe in meiner politgruppe auszufechten. das war auf die dauer wahnsinnig anstrengend. außerdem hatten wir uns einen habitus zugelegt der nach außen auch mal beängstigend wirken konnte. wir nahmen so wahnsinnig viel raum ein und hatten irgendwann vergessen darüber ernsthaft zu reflektieren. aus einem humorvollen brechen mit erwartungshaltungen der szene und dem spiel mit anti-pc-verhalten war eine reine mackerperformance geworden, da half auch ich als alibimädchen nix mehr. und meine jungs stachelten sich gegenseitig immer weiter an. und plötzlich spielte es denn doch eine rolle das ich das einzige weibliche gruppenmitglied war. als ich versuchte zu erklären das es keinesfalls lustig ist mich aufzufordern eine burka zu tragen und nur auf spot stieß dachte ich “hier stimmt doch was nicht” mein experiment war gründlich gescheitert…
* ich hatte eine beziehung mit einem menschen der sich für wahnsinnig reflektiert hielt. is ja nicht so das wir nicht belesen wären, dieser mensch war außer nett auch wahnsinnig schlau und von sich überzeugt. nee, ich bin nicht durch theorie klug geworden, sondern durch praxis. meine damalige beziehung  hat es geschaft mein selbstwertgefühl in seine einzelteile zu zerlegen. das war keine böse absicht, wir spielten nur einfach das gleiche spiel wie so viele andere heteropärchen auch. und am ende hatte er alle seine freiheiten gerechtfertigt und ich das essen gekocht. und uns dabei erzählt das wir ein total reflektiertes cooles szenepärchen sind.  als diese beziehung zu ende war, war ich fassungslos. wie konnte mir das bloß passieren? ist mir bis heute nicht richtig klar. aber eine gute freundin brachte mich drauf, das war nicht bloß persönliches pech. liebe m. wenn du das liest: vielen dank für deine weisheit.
*ich tireb mich in der folge immer mal wieder mit neuen jungen queerfeministinnen rum, das hat mir wirklich gut getan. ihre argumente und diskussionen hatten auch plötzlich viel mehr mit meinem leben zu tun als alles was ich bis dahin gehört hatte. aber feministin sein wollte ich da immer noch nicht.
* ich zog in eine andere stadt und meine kontakte zu feminismus reduzierten sich auf diskussionen in der uni. als mir klarwurde das in meiner seifenblasenwelt ja alles ganz okay war, aber dass die meisten menschen eben noch nie was von genderstudies gehört hatten. wir wollen nochmal festhalten, dass ich kulturwissenschaften studiert habe. da kommen genderstudiesinhalte in allen drei teilrichtungen vor, alle meine mitstudenten hatten also drei klausuren bestanden in denen das thema geschlechterrollen zumindest am rande gestreift wurde. sie hatten alle die gleichen seminare besucht und achtung: nix mit genommen. es war offensichtlich möglich die inalte der texte die wir lasen wieder zugeben und davon nichts in sein eigenes leben zu übertragen. kaum war die stunde vorbei legten sie schon auf dem weg nach draußen mit irgendwelchen komischen zuweisungen los (echt so gehört:”klar mach ich den haushalt, also mein freund ist ja gerade arbeitlos und ich studiere und arbeite nebenher aber wenn er jetzt die wäsche macht kratzt das an seinr männlichkeit”) nur etwa 10% meiner mitstudierenden waren männer aber sie stellten locker 70% der gesprächszeit in den seminaren. vom verhältniss unter den lehrenden will ich garnicht anfangen frauen gabs eigentlich nur bei den ethnologinnen. und die hatten angst, das weltbild der studierenden alzusehr zu erschüttern weswegen sie alle geschlechterthemen besonders behutsam ansprachen. in der hoffnung, das wenigstens ein klein bisschen hängen bleibt und nicht alles in einem sturm der entrüstung untergeht.
* zu guterletzt wurde ich schwanger. und sah in lichtgeschwindigkeit das ende meines emanziperten lebens auf mich zurasen (darf ich das so nennen ich bekam ja eigentlich unterhalt von meinen eltern)
*als mir klar wurde, dass ich in naher zukunft total von meinem mann abhängig werden würde lief es mir kalt den rücken runter. als mir klar wurde das es im öffentlichen diskurs durchaus schick ist zu behaupten das mütter und hausfrauen sich ins gemachte nest setzten und sich praktisch bei ihren männern durchschnorren wurde mir übel.
*von den diskussionen um seine elternzeit mal abgesehen (ihm wurde nahegelegt sich das doch mal zu überlegen,  weil in seiner position, da könne er schonmal das suchen anfangen).
*ich versuchte im fünften monat einen krippenplatz für mein kind zu ergattern und bekam zu hören dass das ja alles nicht so einfach sei? bitte? meine eltern haben in den 80er jahren solche kämpfe geführt und sich engagiert und jetzt erzählt ihr  mir das es nach 25 jahren immer noch keine krippenplätze für kleinkinder gibt? neeoder?
*ich hatte seltsame diskussionen mit einer kollegin auf dem flur die mich vor der realität in kleinfamilien von arbeitsverteilungskämpfen und gläsernen decken warnen wollte. und dachte noch das gilt alles nicht für mich, ich bin schließlich gebildet hoch qualifiziert und lebe in einer beziehungdie auf gleichewertigkeit beruht. hahahahaha.
* ich handelte gerade noch so einen partnervertrag heraus der vor allem vorsah, das ich wenn ich schon das kind bekommen und den löwenanteil der elternzeit übernehmen würde wir uns wenigstens darauf verständigen das ich das nicht zu meinem persönlichen vergnügen tun würde.

und plötzlich erwischte ich mich dabei das ich zu meinem vater sagte: “das ist antifeministisch” warum weiß ich nicht mehr, aber da wars um mich geschehen, seiddem nenn ich mich ofiziell feministin… und ja, mein leben als mutter bestärkt mich jeden tag darin, dass es notwendig ist genau das zu sagen!

wenn irgendwer hier unten angekommen ist, wärs ja gut, ich befürchte gerade das von diesem endlostext alle nur den teil lesen in dem ich noch standard gegenargumente sammel. zum schluss nichmal ein link,wenn mir eine sagenkann, ich die prägnante zusammenfassung gelesen habe was feminismus nochmal ist: her damit bitte!

mädchen gegen jungs

ich weiß das ist ein dauerthema bei mir und überall sonst:

gestern im spielzeugladen hat die verkäuferin gedacht ich hätte einen sohn weil ich eine holzkugel gekauft habe. wtf? nee, das wäre ja so das schon die kleinen jungs ganz verrückt wären nach allem was rollt und klappert. ich weiß das geschlechtszuweisung schon mit der geburt (vermutlich sogar davor) losgeht aber ich bin immer wieder irritiert wenn mir menschen sowas als wahrheit verkaufen wollen. die tagesmutter hat ein zimmer voll mit tollem spielzeug und hat extra für püppi dann noch einen rosa puppenbuggy angeschaft. auf den stehen die jung besonders. was sie ganz toll findet. püppi spielt jetzt den ganzen tag auto, weil sie das bei den anderen drei so sieht. ich gleube nicht das sie weiß dass sie mit den puppen spielen soll. die tagesmutter hat mit den kindern muttertagsgeschenke gebastelt. und weil ich vor kurzen einem von den großen erzählt habe, dass ich das total unfair finde, dass sie für die papas fußbälle basteln und für die mama herzen, hat sie fußbälle drauf geklebt.

das bild zeigt eine karte mit grüßen zum muttertag und fußbällen.jetzt muss mir nur noch eine gute antwort einfallen, wenn der eine große junge immer fragt ob püppi ein junge oder ein mädchen ist. und dann versucht ihr zu sagen, sie soll mit barbies spielen weil die seien ja für mädchen….

stau

liebe arbeitende eltern: wie lange dauert das eigentlich, bis das gehirn nach der elternzeit wieder arbeitet?

ich weiß zwei tage sind vielleicht ein bisschen viel verlangt aber ich laufe auf sparflamme. und jetzt werd ich auch noch krank… ich habe das gefühl, dass die informationen die ich heute eingesammelt habe, versuchen alle auf einmal in mein hirn zu kommen und sich gegenseitig tot trampeln. verdammt, ich bin verdummt…

außerdem kann ich das mutterding nicht abschalten im hinterkopf läuft “ich muss noch einen schlafsack kaufen” als endlosschleife.

aber thematisch zur überschrift passend: ich habe jetzt wieder ein fahrrad. also nein das hatte ich die ganze zeit. ich habe jetzt ein funktionstüchtiges fahrrad, und fahre juhu. und püppi hat nen sitz hintendrauf und fährt mit. leider sind in dieser stadt nur sommersonntagsfahrerInnen unterwegs. das macht mich wahnsinnig. langsam unkoordiniert gemeingefährlich.und die fußgänger erst! wissen die wirklich nicht, wie schnell so ein fahrrad werden kann? und was zum teufel ein fahrradweg ist? ich bin nicht die einzige die sich alle knochen bricht wenn wir zusammen rumpeln. jepp, da bin ich spießig. wenn ichs langsam wollte würde ich laufen, verdammt.

trotzdem fahrradfahren ist toll, und so ein bisschen mobilität gut für die psyche nach einem jahr bahnfahren und wagen schieben.

 

frei!

heute ist püppi das erste mal richtig lange bei frau e. also von neun bis halb drei. das bedeutet für mich, genug zeit um nach hause zu fahren. und da bedeutet auch einen vormittag um all die dinge zu tun die ich schon die ganz zeit tun möchte. weil ab nächster woche gehts dann wieder los mit der produktiven geistesarbeit und mein uniabschluss wird endgültig in angriff genommen. nicht dass ich mich noch daran erinnern kann wie das mit dem denken nochmal geht. aber jetzt erst mal: in der sonne sitzten und zeitung lesen. erdbeer kissen nähen (ich hab zum geburtstag eine nähmaschine bekommen weil ich es nicht ausgehalten habe, die einzige mutter auf der welt zu sein , die nicht nähen kann…). ein bisschen zeichnen. lecker frühstück hatte ich schon. ich hab heute frei juhu und mache nur was ich will. naja bis halb drei aber das ist ja schonmal was…

vor und zurück

Schlagwörter

, ,

püppi wird seid letzter woche dienstag bei der tagesmutter eingewöhnt. das klappt nur so mittel. der erste tag liefen super. püppi fühlte sich wohl, fand kind zwei super, der hatte ein bisschen mit eifersucht zu kämpfen das hat sich aber bald gelegt. nur dann wurde kind zwei krank. und zwar bis gestern. alleine fand püppi es bei der tagesmutter auch noch schön, wenn ich da blieb. wir haben also zusammen viel zeit bei der tagesmutter verbracht. gestern waren wir dann erst nachmittags da und kind zwei war wieder gesund, kind drei und vier kommen erst nach der kita, waren dann also auch da. welch ein trubel. püppi hat mich keines blickes gewürdigt und sich mitten reingestürzt. heute waren wir wieder vormittags da, war aber auch gut. nur das andere ganztages kind ist echt eifersüchtig. ich hatte gehofft das geht alles schneller.

vielleicht noch ein paar hintergrundinfos zur tagesmutter:

die tagesmutter frau e. hat drei erwachsenen kinder und lebt mit mann und hund im 11 stock eines hochhauses das strategisch günstig zwischen jva und park liegt. sie betreut mit püppi vier kinder. eines auch ganztags, das ist 2. dann kommen noch zwei geschwister nach dem kindergarten, der nur halbtags ist, die sind vier und fünf. alle drei sind jungs. die kinder haben ein eigenes zimmer mit spielhaus und richtig viel spielzeug, viel plastik aber kein schrott. es gibt jeden tag frisch gekochtes essen aus der bauernkiste ohne tütchen. die tagesmutter hat einen zwillingsbuggy angeschafft und die kinder sind viel draußen mit dem hund (und ohne hund im bezahlpark um die ecke weil die frau e. die spielplätze/sandkästen in der wohnanlage nicht mag weil da hunde drauf dürfen) püppi geht nach der eingewöhnung täglich 6-7 stunden zu  frau e.

betreuungsgeld 2

nachdem püppi ihren ersten  blogeintrag veröffentlicht hat hier doch noch mein senf zum betreuungsgeld:

ich hab das ja für einen scherz gehalten. ab und zu bin ich auch  mal fassungslos. ich weiß nicht ob krippe das non plus ultra für alle kinder ist, wenn ich mir ein paar von denen in erinnerung rufe, die ich mir angesehen habe denke ich das manche kinder vielleicht besser daheim aufgehoben wären. oder irgendwo anders. aber 150 euro? das ist viel geld, wenn mensch eh nicht viel hat. aber dann ist die wahlfreiheit ja auch schon wieder dahin. wenn das geld nicht reicht, dann hab ich keine entscheidungsfreiheit. ansonsten gilt: wenn das ein grund ist, lieber daheim zu bleiben dann wird mehr als deutlich, dass etwas mit dem lohngefüge in dieser gesellschaft ganz gewaltig schief läuft. wenn ein teil der politik der meinung ist, dass wahlfreiheit von nöten ist, dann sollen sie auch bitte die familienarbeit entsprechend entlohnen. und auch die möglichkeit schaffen für mehr als 400 euro arbeiten zu gehen. das war im übrigen auch ein vorschlag meines vaters: das betreuungsgeld sollte so hoch ausfallen das es in jedem fall höher ist, als die kosten für die schaffung von betreuungsplätzen in krippen und die werbung für ebendiese. damit der anreiz für die politik da ist, da mal was schneller zu machen. und ernsthaft was gegen die prekarisierung von frauen/müttern zu unternehmen.wenns genug betreuungsmöglichkeiten und arbeitsplätze mit ausreichend lohn gibt, können sie das ganze ja wieder abschaffen.

was püppi mit ihrem beitrag sagen wollte war übrigens: für kein geld der welt bleib ich noch länger mit meiner mutter alleine zu hause, das ist so langweilig. kriegt meine tagesmutter jetzt eigentlich 150 euro weil sie mit mir daheim bleibt?

 

eingewöhnung

als ich heute eine gute freundin am telefon fragte, was ich heute noch tun soll, antwortete sie mir endlich wieder bloggen. sie hat ja so recht…

was bisher geschah:
* wir kommen an in der neuen stadt. ich und püppi haben drei kurse/gruppen besucht. nr 1 war das babyland, kam mir vor wie zapping im fernsehen, es war laut, es war schnell. jedes mal wenn das kind was spannend fand haben wir drei minuten später was anderes gemacht. beim zweiten mal wars besser, da waren wir nur zu zweit da und haben nur geredet. die kursleitung hat sogar zugegeben das sies manchmal auch anstrengend findet aber das die eltern eben deswegen in die kurse kommen. die anderen male haben püppi und ich uns mit einer grippe rumgeärgert und nun ist der kurs schon um. aber ich habe über die andere mutter vom zweiten treffen einen kontakt zu einem gemeinsam spazieren gehen bekommen. das machen wir jetzt dienstags
nr 2 war musikalische früherfahrung oder so. nette idee, scheiß konzept. die leiterin ist professionelle musikerin und hat offensichtlich mal was mit musiktheater gemacht. sie singt sehr theatralisch in mehr oder minder interessanten tonlagen und frage mich  jedesmal, ob, wenn sie schon nicht zielgruppen (eltern) gerecht singen kann (also so das es leicht ist mit zusingen), sie sich nicht wenigstens einsingen könnte.  weil ihr ist ihre tonlage auch zu hoch und bei den ganz hohen tönen krächzt sie dann. ichhab mir irgendwie mehr instrumente und weniger musik vom band vorgestellt. und ich kann einfach nicht zu musik ohne bass tanzen. alles in  allem bleibt festzuhalten, dass ich kindergruppen mit programm nicht mag. ich spiele den ganzen tag mit püppi, ich geh in gruppen damit sie andere kinder trifft.
nr 3. war in der katholischen gemeinde ein stadtteil weiter. nette leute aber irgendwie nicht meine welt. auch hier gab es eine starke neigung zu programm, wir singen jetzt, weil mensch das in spielgruppen so macht, das die kinder das garnicht interessiert hat war irgendwie nicht thema. die eine mutter die mir die gruppe empfohlen hat war super nett aber schnell wieder weg. die anderen waren mir unheimlich weiß nicht warum und auch wenn ichs mit ständig vornehme ich habs nur einmal hin geschaft. immerhin eine andere mutter hab ich da getroffen mit der habe ich noch ne stunde quatschend in der stadt gestanden. sie hat mich neulich auf ne fahrrad tour eingeladen ich muss nur mal antworten.

*die gruppen sind jetzt sowieso hinfällig weil: püppi geht seid gestern zur tagesmutter also gestern fing die eingewöhnung an. ich habe meine ersten wochen hier damit verbracht mich auf die wartelisten von 17 krippen setzten zu lassen. immer mit der gleichen ansage “bei uns ist alles voll”. auf den termin bei der tagesmutter vermittlung habe ich auch geschlagenen zwei wochen gewartet. und dann gabs fünf potentielle tageseltern. nicht in unserem viertel nein, in allen vierteln die innerhalb von 30 minuten mit der straßenbahn erreichbar sind. davon haben zwei sofort abgesagt, drei gaben mir einen vorstellungstermin und dier erste die wir uns angeguckt haben machte gleich das rennen. dabei hätte ich den termin beinahe wieder abgesagt, als ich sah, wo sie wohnt. 11 stock hochhaus, ca 250 meter vom gefägnis, das ist nicht gerade die traumgegend. aber: püppi hat sich sehr wohl gefühlt, wir waren gleich richtig lange da. und jetzt ist es also soweit, püppi wird geht woanders ihre tage verbringen. und ich ich habe bald wieder zeit für mich. und vielleicht auch zum bloggen…

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.